CFK-Valley Stade – Die Zukunft liegt in der Internationalisierung

CFK-Empfang

Zehn Jahre CFK-Valley Stade – Geburtstagsfeier in der Solarhalle – Lob für mutige Gründer

Ein bisschen „spacig“ sollte es sein – und keine Frage: Das war es! Der CFK-Valley Stade e.V. hat sein zehnjähriges Bestehen mit großem Bahnhof gebührend in der illuminierten Solarhalle im Stader Industriegebiet Ottenbeck gefeiert. Vorstandschef Dr. Gun-nar Merz durfte an die 300 Gäste begrüßen – darunter nicht nur viele Wirtschaftsvertreter aus der Region, sondern auch Niedersachsens Wirtschafsminister Olaf Ließ und japanische Honoratioren. Die neue Japan-Connection (siehe nebenstehenden Bericht) markiert denn auch den Weg in die Zukunft: Um die weltweite Führerschaft im Bereich der CFK-Technologie zu halten und auszubauen, hat der Verein den Kurs der Internationalisierung eingeschlagen. Merz zog einmal mehr den Vergleich mit der Champions-League: „Wir wollen mit den Ronaldos der CFK-Branche konkurrieren.“

Hinter dieser offensiven Strategie steht das erklärte Ziel, alles zu tun, um das Hightech-Zukunftsthema Kohlenfaserverbund-Werkstoffe am Standort Stade zu halten und zu festigen. Immerhin wäre es nicht das erste Mal, dass Top-Technologie zwar in Deutschland entwickelt, aber in anderen Staaten gewinnbringend vermarktet wird. Genau dies soll beim Thema CFK verhindert werden.


Wirtschaftsminister Lies an die Adresse der Gründerväter, die Professoren Dr. Dieter Meiners und Dr. Axel Hermann, sowie die „mutige Stader Wirtschaftsförderung“ und die öffentliche Hand insgesamt, die sich stark an der Finanzierung beteiligt hat: „Hier findet Hochtechnologie statt. Und das ist Ihr Verdienst.“ Und: „In Stade ist in nur zehn Jahren ein Worldclass-Cluster mit internationalem Stellenwert entstanden. Wir leben davon, Knowhow miteinander zu vernetzen. Dass hier die Wertschöpfungskette von der Grundlagenforschung über die Lehre bis hin zum fertigen Produkt, das die Hallen verlässt, an einem Ort zu finden ist, ist sonst nur an ganz wenigen Stellen zu beobachten. Das Modell CFK-Valley Stade macht Schule. Dafür Respekt und Anerkennung.“ Jetzt gehe es darum, den Vorsprung zu halten und auszubauen, so Lies. 100 Millionen Euro haben das Land Niedersachsen und die Hansestadt Stade an öffentlichen Mitteln in den Standort investiert und damit ein Vielfaches an Unternehmensinvestitionen ausgelöst.

Die musikalischen Einlagen des Streichquartetts Vivaldi, das mit Carbon-Instrumenten auftrat, Interviews und ein internationales Büfett rundeten den Abend ab. Ziemlich zum Schluss gab es dann den ersten CFK-Valley Vision Award, der an
Dr. Amer Affan aus Dubai ging. Er wurde für seine bahnbrechenden Carbon-Innovationen im Hochbau ausgezeichnet. wb