Es weihnachtet in Carbon: Ein Engel für Himmelpforten . . .

Foto: Wolfgang Becker Noch liegt der „Blaue Engel“ im CTC Stade. Sobald die Betonmauer steht, soll die Carbonform montiert werden, die Arno C. Schmetjen für Himmelpforten gestaltet hat. Foto: Wolfgang Becker

Zwölf Jahre, zwölf Kunstwerke – nach dieser Devise beauftragt Himmelpforten jedes Jahr einen Künstler, sich mit dem Ort kreativ auseinanderzusetzen. Als vierter in der Reihe ist 2014 Arno C. Schmetjen (57) angetreten, einen Beitrag zu liefern. Seit vier Jahren arbeitet er mit Carbon, seine Werke hängen – wie sollte es anders sein – an vielen Wänden im CFK-Valley. Für Himmelpforten hat er nun im Composite Technology Center Stade CTC den „Blauen Engel“ gestaltet, so der Arbeitstitel.

Eine Assoziation mit dem Umweltengel wäre an dieser Stelle verfehlt, denn der lateinische Klostername Porta coeli, der für Himmelspforte steht, kann auch als Himmelsblau gedeutet werden – Coelinblau. So kam Schmetjen auf die Idee, den „Blauen Engel“ zu schaffen. Basis des Kunstwerks ist eine sechs mal vier Meter große gebogene Carbonplatte, aus der mit Wasserstrahltechnik eine Engelssilhouette herausgeschnitten wurde. Die Negativform soll auf einer ebenfalls gebogenen Betonmauer montiert werden. Von unten beleuchtet wird der „Blaue Engel“ prominent an der B73 in Himmelpforten stehen – noch fehlt allerdings die Genehmigung. Schmetjen gilt mittlerweile als „Carbon-Botschafter“ und wird bei seinen Arbeiten von den Unternehmen und Institutionen im CFK-Valley breit unterstützt. wb