Was hilft bei Sodbrennen?

Kolumne von Dr. Chris­topher Wenck, Ärztlicher Direktor der HELIOS Mariahilf Klinik Hamburg und Chefarzt der Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie

Kolumne von Dr. Chris­topher Wenck,
Ärztlicher Direktor der HELIOS Mariahilf
Klinik Hamburg und Chefarzt der Abteilung
Allgemein- und Viszeralchirurgie

Unregelmäßigen Pausen, ein Snack zwischendurch und am Abend ein üppiges Mahl. Für viele Menschen bleibt unregelmäßiges und unausgewogenes Essen nicht ohne Folgen: unangenehmer Druck im Magen, ein Brennen hinter dem Brustbein, heftiges Aufstoßen. Etwa jeder fünfte Deutsche leidet dauerhaft unter dem Brennen in der Speiseröhre. Unsere Lebensumstände begünstigen die Verstimmung des Magen-Darm-Traktes, oft geprägt durch schnelles und ungesundes Essen, Übergewicht und zu wenig Bewegung. Die Kombination aus zu viel Alkohol, Kaffee, fettigen Speisen und Stress reizt die Schleimhaut zusätzlich und regt die Säureproduktion im Magen an.

Verursacht wird Sodbrennen durch den Rückfluss der Magensäure, teilweise sogar von Speiseresten, in die Speiseröhre. Halten die Beschwerden an, wird die Schleimhaut der Speiseröhre geschädigt. Eine schmerzhafte Refluxerkrankung kann die Folge sein. Häufig ist hierbei der Schließmuskel, der den Nahrungsbrei im Magen halten soll, in seiner Funktion gestört. Drückt dann noch etwas auf den Bauch, man bückt sich oder liegt ungünstig, kann sich die schmerzhafte Entzündung verstärken. „Die Symptome bei einer Refluxerkrankung sind sehr unterschiedlich“, so Dr. med. Christopher Wenck. Ob die Erkrankung vorliegt, zeigt neben Anamnesegespräch und Magenspiegelung eine genaue Diagnostik von der Druckmessung in der Speiseröhre bis zur radiologischen Darstellung.

Es gibt viele Möglichkeiten, um dem Rückfluss von Magensäure vorzubeugen, erklärt der Experte: „Die Umstellung der Ernährungsgewohnheiten mit weniger Alkohol und Koffein, eine bewusste, fettärmere Ernährung und das Vermeiden von Mahlzeiten kurz vor dem Schlafengehen helfen oft. Auch eine Diät oder das Schlafen mit hochgelagertem Oberkörper lindern die Beschwerden.“