Neue Heimat für kluge Köpfe

ICGT-GruppeDer ICGT ist eröffnet, und sie tragen die Verantwortung (von links): Dr. Christian Salzmann (Geschäftsführer Startup Dock), Staatsrat Dr. Rolf Bösinger, TUHH-Präsident Garabed Antranikian, Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank, Nils Neumann und Martin Mahn (beide TuTech) sowie die Professoren Dr. Christian Lühtje und Christoph Ihl. Fotos: Wolfgang Becker

InnovationsCampus Green Technologies (ICGT) in Harburg eröffnet Aus TuTech-Haus wird Startup Dock Aufbruchstimmung in der Harburger Schloßstraße

Das ging wirklich schnell: Nur ein Jahr nach der Ankündigung, dass aus dem TuTech-Haus das neue Startup Dock wird, haben Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank und Garabed Antranikian, Präsident der Technischen Universität Hamburg (TUHH), im Harburger Channel den InnovationsCampus Green Technologies (ICGT) eröffnet. Wesentlicher Bestandteil ist das Startup Dock, Gründerzentrum der TUHH, das vom Irrgarten in den Binnenhafen gezogen ist. Das vergangene Jahr wurde auch genutzt, das in die Jahre gekommene ehemalige Mikroelektronik Anwendungszentrum an der Harburger Schloßstraße energetisch zu sanieren – schließlich kann ein InnovationsCampus nicht zugleich eine Energieschleuder sein.

Das neue Innovationszentrum soll Anlaufpunkt für Existenzgründer aller Hamburger Hochschulen sowie für wissens- und technologiebasierte Gründungen sein. Der thematische Schwerpunkt liegt dabei in den Bereichen Green & Clean Technology, Life Science und nachhaltige Digitalisierung. Der Senat fördert das Projekt mit 4,45 Millionen Euro. Junge Unternehmen und Startups finden gemeinsam mit dem Startup Dock, dem Design Thinking Lab der TUHH, Gründungsberatern der Hamburg Innovation GmbH und der TuTech Innovation GmbH eine neue Heimat. In der Folge erwartet die neuen Nutzer auch eine Lounge-artige Atmosphäre auf dem mittleren Flur. Dort wurde das überschüssige Mobiliar entfernt – zugunsten einer kommunikationsfördernden, farbenfrohen Sessellandschaft.

Katharina Fegebank sprach von einem großen Tag für Harburg, die TUHH und alle Hamburger Hochschulen. Das Angebot richte sich an „alle Denker und Tüftler, die nach einer Idee endlich auch mal ein Produkt sehen wollen“. Sie lobte zudem das inspirierende Umfeld. Die Senatorin: „Wir spüren die Aufbruchstimmung an den Hochschulen, endlich Ideen an den Markt zu bringen. Hier ist der richtige Ort dafür.“ Und mit Blick auf den Harburger Investor Arne Weber (siehe auch Seite 29) fügte sie hinzu: „Wir haben ja noch eine ganze Menge vor.“ Offenbar ist sie ganz optimistisch, dass sich die Erweiterungspläne der TUHH realisieren lassen: „Wir werden weitermachen – und wir krallen uns Berlin als Startup-Metropole Nummer eins.“
Die planerische Gesamtsicht verdeutlichte Staatsrat Dr. Rolf Bösinger von der Wirtschaftsbehörde: „Ziel ist es, in Hamburg ein Netz von F&I-Parks zu etablieren. Harburg ist einer von zunächst vier Standorten, die wir entwickeln wollen.“
Im neuen Startup Dock werden gründungsnahe Institute der TUHH präsent sein. Zum Beispiel mit Professor Christoph Ihl, Akademischer Leiter des Instituts für Entrepreneurship und des Startup Docks. Gemeinsam mit Professor Dr. Christian Lühtje, Leiter des Instituts für Innovationsmarketing, gab er einen lockeren Vorgeschmack „aus dem Schützengraben der Gründerszene“. Da können sich potenzielle Gründer schon mal auf kurzweilige Vorlesungen freuen. wb

Web: www.tuhh.de