Mit einem „Cyber-Lächeln“ sicher im Internet arbeiten

Fotos: Wolfgang BeckerSpannender Vortrag in Lüneburg: Reinhard Lackner (von links) und Arent Bolte sowie Holger Knappe (rechts, alle Haspa) mit dem Lüneburger Polizeipräsidenten Robert Kruse. Fotos: Wolfgang Becker

Haspa-Unternehmerfrühstück in Lüneburg: Polizeipräsident Robert Kruse über die Gefahren der totalen Vernetzung.

Einigen wir uns auf diese Definition: Das „Cyber-Lächeln“ entsteht, wenn ein Angriff auf den Computer erfolgreich abgewehrt wurde. Am Rande eines Unternehmerfrühstücks, zu dem die Haspa-Regionalbereichsleiter Arent Bolte und Holger Knappe nach Lüneburg eingeladen hatten, entstand spontan diese Wortneuschöpfung. Tatsächlich kann manchem User jedoch das Lächeln vergehen. Wenn beispielsweise kriminelle Internetpiraten den Rechner mit Viren und Schadprogramm infiziert haben und plötzlich die eigenen Daten nur noch „gegen Bezahlung“ zurückzuerlangen sind oder still und heimlich die Kundendatei gekidnappt wurde. Über diese und ähnliche Fälle berichtete Lüneburgs Polizeipräsident Robert Kruse vor mehr als 40 Unternehmern im Hotel Bergström. Sein Thema: „Gefahren für Unternehmen durch Cybercrime-Angriffe“.

Ein Blick auf die Zahlen für 2016 führt zu der falschen Annahme, die Gefahr sei am Ende gar nicht so groß. Kruse nannte knapp 46 000 Straftaten bundesweit (konkrete Vorfälle wie beispielsweise das Ausspähen von Daten) und etwa 245 000 gemeldete internetbasierte Taten wie etwa die Verbreitung von Kinderpornografie, Betrug und ähnliches. Aber der Schein trügt, wie Kruse sofort klarstellte: „Wir haben es mit einem großen Dunkelfeld zu tun. Eine Studie, die wir in Auftrag gegeben haben, kommt zu dem Schluss, dass wir lediglich um die sieben Prozent der Fälle erfassen.“ Das heißt: Die genannten Zahlen sind die Spitze des Eisberges, was unter anderem daher rührt, dass viele Angriffe und/oder Straftaten gar nicht gemeldet werden.