Papier oder Display?

Made in Buxtehude

Standortmarketing in der medialen Zwischenzeit.

Wirtschaftsförderung Buxtehude stellt sich neu auf – Imagegewinn durch Produkte der heimischen Unternehmen – Jetzt wird’s emotional.

Kerstin Maack (rechts) und Karin Kahnenbley

Kerstin Maack (rechts) und Karin Kahnenbley zeigen auf diesem Tisch (Foto oben) die klassischen Erzeugnisse der neuen Kommunikationslinie – Broschüren, Flyer, Mappen und Werbemittel. Danebem entsteht das digitale Paralleluniversum. Selbst in „digitalen Kreisen“ wird jedoch eingeräumt, dass keine Strategie das persönliche Gespräch toppen kann – dafür stehen hier sinnbildlich die Getränke. Foto: Wolfgang Becker

Seit eineinhalb Jahren sind sie an dem Thema dran: Kerstin Maack, Leiterin der Wirtschaftsförderung in Buxtehude, und Karin Kahnenbley, zuständig für das Standortmarketing, haben ein neues Kommunikationskonzept entwickelt und setzen dabei auch auf die digitale Karte. Herausgekommen ist eine stimmige und auch ein wenig emotionale Ansprache der Zielgruppe Wirtschaft, die Bewährtes nicht unterlässt, dennoch aber auch auf neuen Wegen unterwegs ist. Die Wirtschaftsförderung in Buxtehude schlägt sich dabei mit dem Thema herum, das alle Wirtschaftsförderer, aber auch alle Unternehmen betrifft: Wieviel New Media ist angemessen, und wieviel Papier muss dennoch bedruckt werden? Das klassische Medienthema also. Wie schafft man eine sinnvolle Balance, und wie gestaltet sich ein neuer Auftritt auch in Hinblick auf künftige neue Technologien. Für Kerstin Maack steht eines fest: „Eine Stadt, die für Innovation und Technologie steht, muss auch so kommunizieren.“ Das ist der Kernsatz der neuen Kampagne, die in einzelnen Details durchaus überraschend ist.

Eine Stadt, die für Innovation und Technologie steht,
muss auch so kommunizieren.“
Kerstin Maack

Das Standortmarketing in Buxtehude zeichnet sich durch einen ungewöhnlichen Ansatz aus: Anstelle der üblichen Nennung von harten und weichen Standortfaktoren, die die Hansestadt für neue Unternehmen interessant machen könnte, haben die Wirtschaftsförderinnen die Produkte in den Mittelpunkt gestellt, die in Buxtehude produziert werden. Der Standort steht für Luftfahrt, maritime Wirtschaft, IT, Anlagen- und Maschinenbau, Ernährungswirtschaft, Chemie und Medizintechnik. Maack: „Das sind unsere Leitbranchen.“ In der neuen Imagebroschüre, die es in gedruckter Form, aber eben auch als digitales „FlippingBook“ auf der Homepage gibt, finden sich unter der Überschrift „Made in Buxtehude“ Spirituosen, Maschinen, Strandkörbe, Kunstharz, Sämereien, Spezialfahrzeuge, Kosmetik und vieles mehr. Dazu haben die Macher der Hamburger Agentur Karl Anders, spezialisiert auf Visual Stories und Brand Profiling, kurze Texte geschrieben, locker im Tonfall, aber immer auf seriösem Boden.