150 Jahre Aurubis in Hamburg – Da ging es richtig rund!

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So feierte die Hamburger Kupferhütte mit 6500 Besuchern Jubiläum auf dem Werksgelände an der Peute.

P5280710Holt die Wäsche rein und nehmt die Kinder von der Leine – nein, natürlich andersherum: So zumindest lautete die augenzwinkernde Ankündigung im Programmheft zur großen 150-Jahr-Feier von Aurubis in Hamburg. Der Grund: Die Wasteländer trommelten sich mit ihren Schrottmobilen durch die Besucherströme auf dem Werksgelände und erinnerten zweifellos an die verwegenen Gestalten aus dem Film Waterworld (1995) mit Kevin Costner. Eine der Überraschungen, die die Eventplaner in monatelanger Planung für die 6500 Gäste vorbereitet hatten. Im Hamburger Werk arbeiten 2300 Menschen.

Die Weltkonzern Aurubis nutzte das Jubiläum, um seinen Mitarbeitern und ihren Angehörigen Danke zu sagen, denn das Geschäft mit Kupfer und anderen Metallen läuft anhaltend gut. Mit einer gastronomischen Reise durch verschiedene Nationalitäten, einer Präsentation von 40 Einzelbetrieben und Arbeitsbereichen auf dem Werksgelände, vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder und einem abendlichen Konzert mit dem Hamburger Johannes Oerding erwartete die Besucher bei bestem Wetter eine bunte Mischung aus Unterhaltung und Information. Viele Ehemalige nutzten die Gelegenheit, mal wieder an ihre Wirkungsstätte zurückzukehren und „nach dem Rechten“ zu schauen.

P5280673Wer sich die große Fete von oben anschauen wollte, hatte auch dazu die Möglichkeit: Auf dem Werksgelände drehte sich mit 36 Metern Höhe eines der größten mobilen Riesenräder. Auf dem Festplatz bot ein großes rundes Dach Schutz vor Regen – in Hamburg weiß man ja nie, wie das Wetter wirklich wird. Um 18.30 Uhr gehörte die Bühne Jürgen Schachler, der zum 1. Juli den Vorstandsvorsitz  der Aurubis AG übernimmt. Er war als Gast zugegen und stellte sich den Mitarbeitern im Rahmen eines Interviews vor. Ein weiterer Star der Veranstaltung: das Kupfer. Den ganzen Tag über lud ein Baggerfahrer blanke Kupferblech-Abschnitte in einen Anhänger, um zu demonstrieren, wie mit dem wertvollen Metall im großen Stil verfahren wird. Kinder konnten ihre Geschicklichkeit bei den „Kupferspielen“ unter Beweis stellen und im Zerspanungsbetrieb wurde gezeigt, wie ein Kupferblock vollautomatisch bearbeitet wird. Wer den laufenden Betrieb beispielsweise am berühmten Anodenrad beobachten wollte, konnte auch das tun. Der „Werksrundgang“ vom Festplatz bis zur Drahtanlage war gespickt mit fast 40 Stationen – eine Strecke von drei Kilometern. Wer da schlapp machte, wurde mit dem Shuttle zum Festplatz zurückgefahren. Damit werden allerdings auch die Dimensionen der Kupferhütte deutlich, deren Werksgelände einen Quadratkilometer groß ist. wb

Cu 150.0

Tradition – Kompetenz – Innovation
Auf 165 Seiten erzählt die neue Chronik zum 150-jährigen Bestehen von Aurubis die bewegte Geschichte des Kupferkonzerns, der seinen Ursprung im Jahr 1866 als Norddeutsche Affinerie und Aktiengesellschaft hat. Der Titel: Cu 150.0. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz lobt das Unternehmen als vielseitigen und vielfachen Partner der Hansestadt und der umliegenden Region. Die eigentlichen Wurzeln reichen übrigens noch weiter zurück – bis ins Jahr 1770. Damals wurde die Beit’sche Silberschmelze gegründet. Wer sich für Industriegeschichte interessiert: Die Chronik bietet lesenswerte Einblicke in die Geschichte und ausführliche Bezüge zur Gegenwart. Sie ist im Buchhandel erhältlich (ISBN 978-3-944334-70-7). wb