Alle 8tung: Dieses Auto fährt autonom durch den Stau!

Jetzt ist er da: Verkaufsleiter Morten Scherbaum (links, Buchholz), Audi- Neuwagenverkaufsleiter Felix Tönnis und Geschäftsführerin Kerstin Witte präsentieren den neuen Audi A8 – das Flaggschiff aus Ingolstadt. Fotos: Wolfgang Becker

Kuhn + Witte stellt die neue Premiumklasse von Audi vor – 
Warten auf den Gesetzgeber

Die automobile Zukunft hat längst begonnen, aber nicht alles, was technisch geht, darf auch gleich auf der Straße angewendet werden: Mit dem neuen A8 hat Audi zwar die Ära des autonomen Fahrens in der Serienfertigung eingeläutet, allein: Der rechtliche Rahmen fehlt noch. Höchste Zeit also, dass die Automobil-Nation Deutschland juristisch Gas gibt, denn die Premiumklasse aus Ingolstadt ist in der Lage, völlig selbstständig durch den Stau zu manövrieren – bis Tempo 60! Vorgestellt wurde der A8 jetzt bei Kuhn + Witte in Jesteburg und Buchholz (ehemals Köhnke).

Auch die Fondspassagiere haben auf einer Mittelkonsole ein Display als
Bedienfeld für allerlei Funktionen.


Für die Generation Smartphone ist der A8 bei einem Einstiegspreis von gut 90 000 Euro vermutlich noch nicht erschwinglich, aber er könnte eine Perspektive bieten. Grund: Beim autonomen Fahren im Stau darf der Fahrer seine Mails checken. Oder den Vordermann im Uralt-Käfer auf Facebook posten. Oder was man sonst so macht im mobilen Netz.

Die Audi-Neuwagen-Verkaufsleiter Felix Tönnis (Jesteburg) und Morten Scherbaum (Buchholz) gehen davon aus, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen für das „pilotierte Fahren“, so die korrekte Bezeichnung, etwa im Spätsommer/Herbst 2018 stehen. Tönnis: „Der Fahrer kann dann im Stau die Zeitung lesen. Im Schadensfall übernimmt Audi die Haftung.“ Damit es nicht zum Schaden kommt, ist der A8 vollgestopft mit Technik. Zu den möglichen 41 Fahrassistenzsystemen zählen allein für die Wahrung des Abstandes und zur Rund-um-Sicherheit vier Radarsysteme, 14 Ultraschall-Sensoren, bis zu sechs Kameras (rundum) und ein Laserscanner-System.

Die Steuerung der Systeme verheißt viele Schalter und Knöpfe, doch von einer Pilotenkanzel ist der A8 weit entfernt. Morten Scherbaum: „Klassische Bedienelemente sind weitgehend verschwunden – wir haben mehrere Bildschirme, teilweise mit Touchscreen-Funktion.

Das Ziel einfach aufschreiben: Über den Touchscreen wird der darüber platzierte große Bildschirm mit dem Navigationssystem gesteuert.

Um das Navigationssystem zu steuern, kann ich beispielsweise einfach mit dem Finger das Ziel auf den Schirm schreiben.“ Das Ziel, zum Beispiel 
„Jesteburg“, wird erkannt und verfolgt. Ein 3D-Citymodell sorgt für eine perfekte Orientierung.

Ab Tempo 70 doppelte Sicht
Felix Tönnis bringt es auf den Punkt: „Willkommen in der Zukunft. Der A8 ist als Premiummodell dafür bekannt, dass er technische Neuentwicklungen aufzeigt, die dann später auch in die anderen Modelle einfließen. Dazu gehören zum Beispiel auch das neue Aktivfahrwerk, bei dem Künstliche Intelligenz zum Tragen kommt, oder die HD-Matrix-LED-Scheinwerfer mit Laserlicht. Der Sinn: Ab Tempo 70 verdoppelt sich die Leuchtweite der Scheinwerfer automatisch. Die Hybridvariante des A8 sieht auch die Funktion des Wireless Charging vor – Sie können die Batterie über Induktion laden.“

A8 von hinten: Die LED-Lichtleiste gibt dem neuen Audi-Flaggschiff eine typische Note. Dieses Detail findet sich auch im neuen A7 Sportback, der im Frühjahr 2018 auf den Markt kommt, aber bereits jetzt bestellt werden kann.

Den neuen A8 gibt es in acht verschiedenen Material- und Farbwelten. Bis zu 400 Funktionen sind personalisierbar. Zum Start wird der A8 mit einem Drei-Liter-Benzin-Motor (340 PS) und einem Drei-Liter-Diesel (286 PS) angeboten. Morten Scherbaum betont noch einmal: „Der A8 ist traditionell der Entwicklungsträger für alle Segmente darunter.“ Will heißen: Auch wer jetzt den neuen A7 bestellt (kommt im Frühjahr 2018), darf sich technisch auf einiges gefasst machen. Der A8 kostet in der Grundversion 90 600 Euro (Diesel) beziehungsweise 
93 500 Euro (Benziner). Das Audi-Flaggschiff ist ein Fall für hohe Politiker, Geschäftsführer und Konzernchefs, allerdings auch für Unternehmen, die einen Limousinenservice anbieten. wb

Die Audi-Premiumklasse steht in Buchholz und Jesteburg zur Probefahrt bereit.
Kontakt: 0 41 81/90 80 790 (Frau Reichart, Buchholz) oder 0 41 83/ 933-972 
(Frau Fricke, Jesteburg).
Web: www.kuhn-witte.de; 
www.audi.de/Neuer/A8