Beste Technik und hohe Kompetenz

Gruppenbild mit Ärzten, Medizinphysikern, MTRA und MFA: das Team des Zentrums für Strahlentherapie im MVZ Klinik Dr. Hancken Stade.

In Stade werden alle aktuellen radioonkologischen Verfahren eingesetzt

Bei vielen Tumorerkrankungen ist die Strahlentherapie unverzichtbarer Bestandteil des Behandlungskonzepts. Doch auch bei gutartigen Erkrankungen – etwa bei Fersensporn oder zur Schmerzbehandlung bei degenerativen Gelenkserkrankungen wird die Therapie mit sogenannten ionisierenden Strahlen sehr erfolgreich angewendet.

Im Zentrum für Strahlentherapie der Klinik Dr. Hancken ist die Welt morgens um 7.30 Uhr schon in Ordnung. Die Medizinphysiker haben die Geräte, zwei Linearbeschleuniger der jüngsten Bauart, geprüft, die Computer sind hochgefahren und die Ärzte der Abteilung treffen sich zur Morgenkonferenz. Dabei werden die Therapieplanungen für neue Patienten und die Organisation des Tagesablaufs besprochen. In den hellen Warteräumen sitzen die ersten Patienten, die Behandlungen haben bereits begonnen. Der Betrieb läuft ruhig und ohne Hektik. Jeder Patient wird von den MTRA nach einem genau berechneten Plan am Gerät gelagert. Diese unverzichtbaren Vorbereitungen dauern viel länger als die eigentliche Bestrahlung, die oft schon nach wenigen Minuten vorbei ist.


Was auf den ersten Blick nach Routine aussieht, ist bei näherem Hinsehen ein hoch individualisierter Prozess, der genauestens auf die Krankheit und die speziellen Bedürfnisse jedes einzelnen Patienten abgestimmt ist.

Der Einsatz neuester Geräte hat hier Tradition

 Keine andere strahlentherapeutische Einrichtung in der Niederelbe-Region verfügt über so lange und umfassende Erfahrungen auf dem Gebiet der Radioonkologie wie die Klinik Dr. Hancken. Seit der Gründer, Dr. Wilhelm Hancken, 1932 das erste Gerät für eine radioonkologische Behandlung in seiner Praxis in der Harsefelder Straße in Betrieb genommen hat, werden hier Krebspatienten mit ionisierenden Strahlen behandelt. Die Ärzte der Familie Dr. Hancken legten immer größten Wert darauf, dass die Patienten in ihrer Praxis an den neuesten und modernsten Geräte behandelt wurden. „Mein Großvater hat das erste Strahlentherapiegerät hier im Landkreis aufgestellt, mein Vater eines der ersten Telekobaltgeräte in Niedersachsen und einen der ersten Linearbeschleuniger. Durch den Einsatz der jeweils neuesten Technik konnten wir immer wieder Verbesserungen für die Patienten erreichen, die Präzision der Tumorbehandlung konnte erhöht und die umliegenden gesunden Gewebe besser geschont werden“, erklärt Dr. Christoph Hancken. Der Radiologe führt in dritter Generation das Familienunternehmen und hat 2012 ein komplett neues Strahlentherapiezentrum eingerichtet, in dem zwei baugleiche Linearbeschleuniger der jüngsten Bauart parallel betrieben werden: „Strahlentherapien erstrecken sich häufig über mehrere Wochen und viele Patienten müssen täglich zur Behandlung kommen. Da ist es wichtig, dass sie auch dann ohne Zeitverlust oder Therapieunterbrechungen bestrahlt werden können, wenn mal eine Anlage nicht zur Verfügung steht“, sagt Dr. Hancken.

Einen Meilenstein in der Tumordiagnostik in der Klinik Dr. Hancken stellt die PET-Computertomographie dar. Mit dieser Kombination von Positronen-Emissions-Tomograph und Computertomograph können auch kleinste Tumore oder Metastasen im Körper genau lokalisiert werden. Für die Planung und Kontrolle vieler Krebsbehandlungen – beispielsweise der Lunge – ist das PET-CT heute unverzichtbar.

„Die Strahlentherapie der Klinik Dr. Hancken verfügt über die modernste technische Ausstattung, um alle aktuellen Behandlungstechniken der Strahlentherapie einsetzen zu können“, erklärt Dr. Markus Herrmann.

Der Radioonkologe und frühere Oberarzt der Abteilung für Strahlentherapie und Radioonkologie der Universitätsklinik in Göttingen hat seit Januar 2015 die Leitung der Strahlentherapie-Abteilung in der Klinik Dr. Hancken übernommen.

Routinemässig werden in der Klinik Dr. Hancken die IMRT, die Intensitätsmodulierte Radiotherapie, und die VMAT, die Volumenmodulierte Arc-Therapie, eine Weiterentwicklung der IMRT, angewendet. Die Techniken ermöglichen eine hohe Präzision der Behandlung, große Wirksamkeit am Tumor und weitgehende Schonung der umliegenden Strukturen bei kürzerer, täglicher Bestrahlungsdauer.

Für die tägliche Sicherung der hohen Behandlungsqualität wird im Zentrum für Strahlentherapie auch die IGRT-Technik, die bildgeführte Bestrahlung eingesetzt. Hierdurch wird sichergestellt, dass das zu behandelnde Tumorfeld immer präzise erfasst wird. Darüberhinaus wird in der Klinik Dr. Hancken auch das atemgeführte Verfahren – das sogenannte Respiratory Gating – eingesetzt. Mit dieser Technik werden die Verschiebungen des Bestrahlungsfelds durch die Atembewegung direkt nachvollzogen und ausgeglichen, auch dieses Verfahren dient der Verbesserung der Zielgenauigkeit und Erhöhung der Wirkung auf den Tumor.

Die atemgeführte Technik ist auch eine wichtige Voraussetzung für die Körperstereotaxie. Das ist ein radiotherapeutisches Verfahren, bei dem mit hochdosierter Bestrahlung und großer Präzision auch mit sehr wenigen Anwendungen ein Tumor vernichtet werden kann. Die sogenannte Radiochirurgie kann quasi das Skalpell ersetzen. „Bisher wurde diese Technik vor allem bei Hirntumoren angewendet, doch auch Tumoren und Metastasen, die sich im Körper angesiedelt haben, können heute mit stereotaktischen Verfahren effektiv behandelt werden“, berichtet Dr. Herrmann.

Strahlentherapie-Zentrum unter neuer Leitung

Zu den Schwerpunkten von Dr. Herrmann und seinem Stellvertreter Dr. Joachim Bredée, der ebenfalls im Januar 2015 seine Arbeit in der Strahlentherapie der Klinik Dr. Hancken aufgenommen hat, gehören aber auch die sogenannten Brachytherapien: Bei diesen sogenannten Kontakttherapien wird die Strahlungsquelle direkt am oder im Tumor eingebracht. Zu diesen Verfahren gehört auch die Seed-Implantation bei Prostata-Krebs, bei der in Zusammenarbeit mit Urologen kleinste radioaktive Stifte in die Prostata eingesetzt werden, die das Tumorgewebe von innen vernichten.

Vom großen Engagement der Radioonkologen und den rasanten Entwicklungen auf dem Gebiet der Strahlentherapie profitieren zwar in erster Linie die Tumorpatienten des MVZ Klinik Dr. Hancken, aber die Technik und die Expertise kommen auch den Patienten zugute, die unter gutartigen aber schmerzhaften Erkrankungen wie Tennisarm, Golfellenbogen, Fersensporn und Arthrosen leiden. Schon mit einigen Bestrahlungen mit sehr niedriger Dosis können die Beschwerden oft gelindert werden.


Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.hancken.de,
per E-Mail: strahlentherapie@hancken.de oder unter Tel.: 0 41 41/604-119

MVZ Radiologie und Nuklearmedizin Klinik Dr. Hancken

Harsefelder Strasse 8, 21680 Stade
Tel: 0 41 41 / 604 -0/-440


MVZ Klinik Dr. Hancken im Elbe Klinikum Stade,

Bremervörder Straße 111, 21682 Stade
Tel.: 0 41 41 / 97 15 51


MVZ Strahlentherapie, Hämatoonkologie und Palliativmedizin Klinik Dr. Hancken

Harsefelder Straße 8, 21680 Stade
Tel.: 0 41 41 / 60 4-0


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