Breitband für alle: Höchste Fördersumme geht in den Landkreis Harburg

Foto: Bundes­ministerium für Verkehr und digitale InfrastrukturSchnelles Internet auch für den Landkreis Lüneburg: Im Berliner Verkehrsministerium übergab Minister Alexander Dobrindt (von links) jetzt den Förderbescheid über 12,6 Millionen Euro an Landrat Manfred Nahrstedt. Mit dabei waren auch Erster Kreisrat Jürgen Krumböhmer sowie die Bundestagsabgeordneten Hiltrud Lotze und Eckhard Pols. Foto: Bundes­ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Die Landkreise im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg rücken dem schnellen, flächendeckenden Internet einen großen Schritt näher. Dank der Fördermittelbescheide, die die Bundesregierung in der zweiten Runde des Bundesprogramms für den Breitbandausbau an Celle, Harburg, Lüneburg, Wolfsburg und den Heidekreis vergeben hat. „Der langsame Internetzugang vieler Unternehmen ist in der Region ein handfester Wettbewerbsnachteil. Vor allem im ländlichen Raum ist die Lage bedenklich. Umso erfreulicher, dass die Zusagen für die Fördersummen endlich da sind“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert.

Der Landkreis Harburg kann sich über die höchste Fördersumme von 14,9 Millionen Euro freuen – gefolgt von Celle (14,2 Millionen Euro), Lüneburg
(12,6 Millionen Euro), dem Heidekreis (7,4 Millionen Euro) und der Stadt Wolfsburg (1,4 Millionen Euro). In der ersten Runde des Bundesprogramms haben die Landkreise Lüchow-Dannenberg und Uelzen im IHK-Bezirk bereits Förderbescheide bekommen. Von den insgesamt rund 115 Millionen Euro Fördersummen, die die
15 niedersächsischen Landkreise und Kommunen erhalten, gehen rund 51 Millionen an die Landkreise im IHK-Bezirk. Sie gehören damit zu den erfolgreichsten Antragstellern. „Ich kann die Landkreise zu diesem Erfolg nur beglückwünschen“, sagt Zeinert. „Sobald der Landkreis Gifhorn nachzieht, sind für alle Landkreise und Kommunen in unserer Region die Voraussetzung geschaffen, um den Ausbau mit der nötigen Geschwindigkeit voranzutreiben. Gewissheit werden wir hier voraussichtlich Ende des Jahres haben.“

Die Breitband-Versorgung ist ein Thema, das die Unternehmen der Region bewegt. Das zeigt nicht zuletzt eine Befragung der IHK unter rund 1200 Unternehmern, die im vergangenen Jahr die Standortfaktoren der sieben Landkreise im IHK-Bezirk bewertet haben. Die Befragten hoben die Breitband-Versorgung auf die obersten Plätze der unternehmerischen Wunschliste – und sie steht als Fokusthema noch heute ganz oben auf der Agenda der IHK Lüneburg-Wolfsburg. Um Unternehmen auf dem Weg zum schnellen Internet zu unterstützen, vertritt die IHK ihre Interessen und leistet politische Arbeit in den Kommunen und Landkreisen sowie auf Landes- und Bundesebene. Hierbei helfen die Informationen, die Unternehmen über den Breitband-Kummerkasten (www.ihk-lueneburg.de/breitband-kummer) melden. Im Rahmen der Breitband-Initiative mit dem Ansatz „Informieren – Beraten – Vernetzen“ informiert die IHK zum Fortschritt des Breitbandausbaus in der Region, erläutert die Förderkulisse und die verfügbare Technik, berät auf Anfrage beispielsweise über die zur Verfügung stehende Breitbandversorgung und die Ausbauplanungen in einem Gewerbegebiet und vermittelt passende Ansprechpartner.

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