Steuerberater – die Glücklichmacher der Nation

„Unser Geschäft funktioniert von Mensch zu Mensch“

Partner Hans-Peter Schubert über die Philosophie von Dierkes Partner und den Wandel eines traditionellen Berufsbildes.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – diese Binsenweisheit lässt diejenigen nicken, die glauben, mit dem bloßen Blick auf die Zahlen ließe sich schon alles regeln. Wie kaum ein anderer Berufsstand vereinen die Steuerberater Kontrolle und Vertrauen in einem Arbeitsgang, denn das, was sie zu sehen bekommen, ist nicht selten die „nackte Wahrheit“ über den Zustand beispielsweise eines Unternehmens. Dieser Blick wird indes nur gewährt, wenn absolutes Vertrauen da ist – der Steuerberater hat also gleich mehrere Hüte auf: Beichtvater, Berechner, Analyst und Problemlöser, immer häufiger auch Mediator, wie Hans-Peter Schubert, Partner der Kanzlei Dierkes Partner (Hamburg, Harburg, Lüneburg), sagt.

Elbstrand bei Hitzacker.

Die Kanzlei Dierkes Partner ist für ihren Family-Style bekannt. Kontakte, Feiern und Aktionen bilden ein Gegengewicht zum Tagesgeschäft. Dieses Foto zeigt die DP-Mannschaft am Elbstrand bei Hitzacker.

Schubert war der Initiator, der vor zehn Jahren den damals neuen Standort Harburg eröffnete. Seit 25 Jahren ist er Mitglied der DP-Familie und kennt das Unternehmen wie seine Westentasche. „Wir sind nah an unseren Mandaten dran, betreuen überwiegend mittelständische und inhabergeführte Unternehmen. Früher war der Steuerberater dafür zuständig, dass die Zahlen korrekt für das Finanzamt aufbereitet wurden, jetzt begleiten wir unsere Mandanten auf vielen Ebenen. Das Berufsbild hat sich stark verändert, denn heute helfen wir bei Problemen weiter, die deutlich über die Bereiche Steuern und Recht hinausgehen“, sagt der Steuerberater und nennt auch gleich ein Beispiel: „Unternehmensnachfolge und Erbrecht – da können Gespräche schon mal sehr intensiv werden. Wir nehmen da häufig die Mediatoren-Position ein.“

Alles passiert wesentlich schneller als früher

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Geht es um Unstimmigkeiten auf der Führungs-ebene oder gar einen Generationskonflikt im Unternehmen, ist der neutrale Schlichter und Fachmann gefragt. Das kann der Fall für den vertrauten Steuerberater sein, der ja auch die Zahlen kennt und sich im Zweifel noch einen versierten Fachanwalt aus dem Kollegenkreis an die Seite holt. Schubert: „In den zurückliegenden 25 Jahren hat sich sehr viel verändert – vor allem die Geschwindigkeit. Ob Produktion oder Entwicklung, vor allem aber die Kommunikation: Alles passiert wesentlich schneller und entfacht in den Unternehmen häufig einen hohen Druck.“

Und er sagt: „Früher hatte der Steuerberater das Image des Steuerdeklaranten. Seine Aufgabe war es, für eine korrekte Steuererklärung zu sorgen und alles im Blick zu haben – vor allem, wenn der Mandant eine Steuerformular-Allergie hatte. Doch schon jetzt wird es nicht mehr lange dauern, dass eine Steuererklärung gar nicht mehr nötig ist. Die Finanzbehörden haben sowieso alle Daten – die schicken dann künftig nur noch den Steuerbescheid heraus. Darauf müssen wir uns einstellen. Für unseren Berufsstand bedeutet das: Der Schwerpunkt wird sich von der reinen Zahlenaufbereitung hin zur Beratung verlagern, die heute schon einen hohen Anteil hat. Dieser Bereich wird noch stärkere Bedeutung bekommen.“

Vertrauen muss erworben werden

Womit das Thema Vertrauen noch stärker an Gewicht zunimmt. Nur wer hohes Vertrauen genießt, kann am Ende gut beraten. Problem: Vertrauen gibt es nicht am Kiosk, es muss erworben werden. Die Steuerberater und Rechtsanwälte von Dierkes Partner haben daraus eine eigene Philosophie gemacht und den DP-Style entwickelt: ein bewusst lockerer, gern auch humorvoller, aber stets kompetenter Auftritt beim Mandanten. Schubert: „Unser Geschäft funktioniert von Mensch zu Mensch. Das erfordert ein hohes Maß an Kommunikationsbereitschaft und -fähigkeit.“ In Zeiten der zunehmenden Digitalisierung, die zu einem noch intensiveren Datenaustausch und möglicherweise auch neuen Bearbeitungsformen führen wird, müssen jetzt die Weichen für morgen gestellt werden, betont Schubert, der unter den sieben Equity-Partnern der Kanzlei zusätzlich zum eigentlichen Job den Bereich EDV verantwortet und neuerdings den neudeutschen Zusatztitel CDO – Chief Digital Officer – trägt. Dass gehandelt werden muss, steht für ihn außer Frage. Wie, ist allerdings noch unklar: „Wir stehen ganz am Anfang einer neuen Entwicklung. Ich sehe die Möglichkeiten der Digitalisierung grundsätzlich nicht als Anlass für Ängste, sondern als Riesenchance. Und ich glaube, dass wir als Kanzlei mit drei Standorten und insgesamt 180 Mitarbeitern gut aufgestellt sind, diese Herausforderung zu meistern.“ wb

www.dierkes-partner.de

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