Wenn ein starker Jahrgang an die Schultür klopft . . .

AMTRA

. . . ist schnelles Handeln gefragt, um Raum zu schaffen. Wie das geht, erläutert AMTRA-Niederlassungsleiter Wolf Goger.

Das die Region Köln kann, kann der Süden Hamburgs schon lange: zum Beispiel Kindertagesstätten und Räume für Schulklassen in Rekordzeit aus dem Boden stampfen. Wie? Darauf hat Wolf Goger, Niederlassungsleiter der AMTRA Mobilraum GmbH in Heidenau, die passende Antwort: „AMTRA bietet zu diesem Zweck zwei unterschiedliche Modulbausysteme an. Zum einen die Schulpavillons bei kurzfristigeren Einsätzen und Standdauern bis zu zwei Jahren, beispielsweise als Ersatzraum bei Sanierungsarbeiten. Als Alternative bietet sich die besonders hochwertige X-tend-Baureihe für Standzeiten von mehr als zwei Jahren an, die voll baugenehmigungsfähig ist und bereits die neueste EnEV einhält sowie besondere Brandschutzerfordernisse berücksichtigt. Beide Containertypen lassen sich perfekt zu großen Räumen zusammenbauen und zeichnen sich durch ein exzellentes Preis-Leistungsverhältnis aus.“

Das AMTRA-Konzept kommt zur rechten Zeit in die Region Hamburg, denn gleich mehrere Entwicklungen machen es für die kommunalen Verwalter unumgänglich, sich mit der Schaffung von zusätzlichen Raumangeboten zu befassen, die absehbar nach einiger Zeit wieder überflüssig werden dürften – also den Bau neuer fester Gebäude schon aus Kostengründen ausschließen.


Beispiel 1: Drei Mütter aus Leipzig haben vor dem Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe das grundsätzliche Recht auf Verdienstausfall erstritten, wenn die Kommune keine Kitaplätze anbietet und den Eltern dadurch Gehaltseinbußen entstehen, berichtet der „Spiegel“ im Oktober. Für Kommunen, die bislang über keine ausreichende Anzahl an Kita-Plätzen verfügen. Ein Alarmsignal, denn jetzt könnte es teuer werden, wenn Eltern ihr Recht einklagen oder Schadenersatz wegen unterlassener Umsetzung des garantierten Kita-Platzes einklagen.

Beispiel 2: Eine Gemeinde hat endlich ihr neues Wohngebiet gefüllt und freut sich über viele junge Familien, die sich „im Dorf“ niedergelassen haben. Doch irgendwann kommen die Kinder in die Grundschule – und sind nach vier Jahren wieder raus. Dieser Prozess mag sich über einen längeren Zeitraum erstrecken und führt phasenweise zu einem erhöhten, aber absehbar befristet notwendigen Raumangebot. Deswegen neu bauen? Da stellt sich schnell die Frage nach dem danach. Leerstehende Schulbauten sind in der Regel nicht oder zumindest erst nach erheblichen Umbauten sinnvoll zu nutzen.

Beispiel 3: Durch die Flüchtlingseinrichtung steht unvermittelt ein starker Schuljahrgang „vor der Tür“. Keiner weiß, ob und wenn ja, wie lange die Familien bleiben dürfen, deren Kinder in Deutschland schulpflichtig sind. Auch hier ist ein klassischer Anbau an die Schule unsinnig und zudem viel zu langwierig. Gefragt ist eine schnelle Lösung, denn die zusätzlichen Kinder waren nicht geplant, sind aber da.

Alle Beispiele machen deutlich, was das Gebot der Stunde ist: schnelles Handeln ist gefragt. Für Goger und seine Mannschaft ist das Alltag: „Unser Unternehmen ist in diesem Bereich extrem erfolgreich und hat bereits diverse temporäre Schulersatzbauten und Kitas errichtet, so heißt das bei uns. Allerdings gilt das vor allem für den Kölner Raum.“

Im Norden der Republik ist Aufbauarbeit gefragt. Goger hat einen Mitarbeiter abgestellt, der sich allein auf den Vertrieb im kommunalen Bereich kümmert. Er räumt ein: „In den ländlichen Kommunen haben wir durchaus Kontakte, in den Großstädten ist das schwieriger. Aber Bremen braucht beispielsweise 2000 neue Kita-Plätze. Wo sollen die eigentlich herkommen? Und was wird aus ihnen, wenn die Kinder in der Schule angekommen sind?“ Eine berechtigte Frage, auf die es eine so pragmatische wie intelligente Antwort gibt: ein zeitlich limitiertes Raumangebot, das spurenlos wieder abgebaut werden kann, wenn die Bedarfswelle vorüber ist.

Perfekt ausgestattet

Speziell für diese Anwendung hat AMTRA die Xtend-Container entwickelt. Der Blick in eine „Container-Klasse“ überrascht: Es ist hell und freundlich, als Container-Bau gar nicht zu erkennen, das Raumklima wird geregelt, die Deckenhöhe stimmt, der Energieverbrauch ist durch gute Dämmung minimiert. Fünf bis sechs Container lassen sich zu einem Klassenraum zusammenfügen. Je nach Ausstattung variieren die Mietkosten: Ist Nadelfilz auf dem Boden gewünscht? Soll eine Lärm dämmende Decke eingebaut werden? Ist eine Klimaanlage erforderlich? Die Räume können perfekt ausgestattet werden – mit funkvernetzten Brandmeldern, Wärmepumpe zum Kühlen und Heizen, Panikschlössern, Sonnenschutz, Brandschutz, Notbeleuchtung, Notausgängen, CO2-Filteranlage und vielem mehr. Die Materialien dünsten nicht aus.

Kommunen, die so eine Lösung präferieren, brauchen nicht mehr als eine einigermaßen ebene Fläche. Goger: „Das Schöne ist: Bei der Planung ist man total flexibel. Allerdings ist es bei geplanter längerer Standzeit sinnvoll, ein detailliertes Nutzungskonzept zu erstellen.“ wb

Web: www.amtra-gmbh.de