Ein Jahr im Zeichen der 111

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Drei Mal eine glatte Eins: bauwelt feiert ein ganz besonderes historisches Datum und erfindet kurzerhand den JUBELäumstag

Wenn ein Unternehmen 111 Jahre alt wird, dann gibt es reichlich Anlass, darüber nachzudenken, was man aus so einer Zahl wohl machen könnte. Ein richtiges Jubiläum ist die 111 nicht, denn Jubiläen finden im 25-Jahres-Rhythmus statt – also vier Mal im Jahrhundert. Eine dreistellige „Schnapszahl“, wie es in Norddeutschland heißt, findet dagegen binnen 200 Jahren nur ein einziges Mal statt – ist also viel seltener als ein Jubiläum. Und erst recht ein Grund, sich Gedanken zu machen. Zum Beispiel diesen: Wenn sich ein Unternehmen 111 Jahre am Markt behauptet, so wie in diesem Jahr auch Volkswagen Hamburg, verdient das drei Mal eine glatte Eins. Immerhin soll es durchaus Fälle geben, bei denen der Gründer nicht einmal das erste Jahr erlebte . . .


Das Brainstorming im Hause Delmes Heitmann an der Maldfeldstraße in Harburg, hier steht die Zentrale der bauwelt, brachte nun etwas Ungewöhnliches hervor: eine Art bautechnisches Wimmelbild – oder: die Visualisierung der 111 als Großbaustelle. So wurde auf einen Blick dargestellt, wofür die bauwelt steht. Wer genau hinschaut und anfängt zu suchen, wird allerlei Details entdecken. Zum Beispiel den Trockenbauer oben links. Oder den Fliesenleger rechts in der Mitte der Eins. Und die ganze Szene vor der Hamburger Kulisse mit Köhlbrandbrücke und Elbphilharmonie. Rund um dieses spezielle bauwelt-Kunstwerk soll im Laufe dieses Jahres noch ein Gewinnspiel stattfinden. So ist es zumindest geplant.

Der eigentliche 111-Termin war übrigens der 21.März. An diesem kurzerhand zum JUBELäumstag erkorenen Datum fand in der Zentrale an der Maldfeldstraße schon mal ein Vorgeschmack auf weitere Aktionen statt, die noch folgen werden. Beim Tag der offenen Tür erwartete die Gäste und Kunden unter anderem ein kulinarisches Angebot, viele „JUBELäumsangebote“ und Aktionen. wb

 Geschichte: Warum 2015 die Zahl 111 regiert

Deutschland hatte noch einen Kaiser, als der Kaufmann Wilhelm Delmes 1904 in Harburg die Firma Delmes & Co. gründete – einen Handel mit Baustoffen und Kohlen. Er dürfte kaum geahnt haben, dass sein Name 111 Jahre später für eines der modernsten Baustoffhandelsunternehmen im Großraum Hamburg stehen würde. 1904 ist das Datum, das jetzt für die 111 im Jahr 2015 verantwortlich ist. Heute führt sein Urenkel, Alexander Delmes, die Geschäfte in vierter Generation – gemeinsam mit Dirk Heitmann. Delmes konzentriert sich dabei auf die bauwelt, Heitmann auf die vier großen OBI-Märkte (siehe auch Seite 33). Beide Gesellschafter sind gleichermaßen für alles verantwortlich.

Ursprünglich waren die Unternehmen Delmes und der 1946 ebenfalls in Harburg gegründete Baustoffhandel Heitmann Konkurrenten und zudem etwa gleich stark. Das führte 1995 zur Fusion. Die wiederum bildete die Grundlage für eine überaus positive Geschäftsentwicklung. Heute ist die Delmes Heitmann GmbH & Co. KG unter dem bauwelt-Logo in Harburg (Zentrale Maldfeldstraße) Winsen, Buchholz, Hollenstedt, Kirchwerder und Geesthacht präsent. Der Name steht nicht nur für diese Standorte, sondern auch für ein leistungsversprechen: hohe Qualität, Plaungssicherheit, Warenverfügbarkeit, Freundlichkeit, Flexibilität und Produktzufriedenheit. Dies täglich zu gewährleisten, dafür stehen Alexander Delmes und Dirk Heitmann persönlich ein. Das Unternehmen beschäftigt rund 250 Mitarbeiter und bildet regelmäßig aus. wb