Stade und Buchholz im Test

Starker Start in Hamburgs Süden.

Die Iso-zertifizierte Zillmer Elektrotechnik GmbH hat sich nach acht Monaten in Harburg fest etabliert – und setzt auf Wachstum.

Petra Bammann und Martin Kremming.

Petra Bammann und Martin Kremming.

Amazon, Zalando und Co. machen dem traditionellen Einzelhandel das Leben schwer. Immer mehr Kunden haben ihren Schaufensterbummel ins Internet verlegt. Dort stöbern, vergleichen und kaufen sie – zum Beispiel Bücher, Schuhe, Mode, Schmuck, Elektroartikel, Kameras – kurz: alles, was sich problemlos verschicken und bei Nichtgefallen zurücksenden lässt. Der Online-Handel boomt. Doch was tut der regionale Handel? Wie präsent ist er im Internet? Wie passt er sich an die Situation an? Wie hoch ist die Bereitschaft, sich zu verändern? Diese Fragen hat die renommierte cima Beratung + Management GmbH gestellt und im Hamburger Umland exemplarisch den lokalen Fachhandel in den Mittelzentren Buchholz/Nordheide und Stade betrachtet.


Fokussiert betrachtet 

Kern der Befragung, die von Juni bis Juli 2016 stattfand, waren klein- und mittelständische Fachgeschäfte in Buchholz (91) und Stade (104). Insgesamt 115 Händler nahmen daran teil (Buchholz: 48; Stade: 67). Hinsichtlich einiger Fragestellungen konnten für die verbleibenden mittelständischen Unternehmen (80) Angaben durch Internet-Recherchen gewonnen werden. Unterstützung erhielt die cima durch die Stadt Buchholz und die Wirtschaftsförderung Stade sowie den vor Ort aktiven Werbegemeinschaften Buchholz Marketing e.V. und Arbeitsgemeinschaft Aktuelles Stade e.V..

Resultate

Mehr als die Hälfte der ausgewählten Einzelhändler in Buchholz und Stade haben sich den Testfragen von cima-Beraterin Petra Bammann gestellt. Die Ergebnisse liegen vor: 70 Prozent der Buchholzer Einzelhändler und 60 Prozent der Händler in Stade sind mit einer eigenen Webseite im Netz vertreten. Davon sind rund 40 Prozent der Webseiten responsiv, die Darstellung passt sich also auch Smartphone und Tablet an. Ausgemacht wurden deutliche qualitative Unterschiede, zum Beispiel unvollständige Angaben im Impressum oder in der Kontaktadresse.

Von den 195 betrachteten Händlern betrieben zum Zeitpunkt der Untersuchung 23 Händler einen eigenen Online-Shop. Die Mehrzahl dieser Händler erzielt mit dem Online-Shop weniger als fünf Prozent des Gesamtumsatzes. Fünf Prozent der Händler verkaufen ihre Produkte über Online-Marktplätze wie Amazon oder Ebay. 21 Prozent der Händler in Stade (vier Prozent in Buchholz) haben dagegen kein E-Mail-Konto für die Umsetzung ihrer geschäftlichen Interessen.

Gefragt nach Social-Media-Marketingaktivitäten in den sozialen Netzwerken Facebook und Pinterest, der Video- und Foto-Sharing-App Instagram sowie dem Mikroblogging-Dienst Twitter, gaben 58 Prozent der Händler in Buchholz und 39 Prozent der Händler in Stade an, mindestens eine dieser Optionen zur Vermarktung zu nutzen. Unangefochtener Spitzenreiter dabei ist Facebook – dort werben alle Nutzer. Bei denen, die keine der Social-Media-Marketingoptionen nutzen, werden als Hauptbegründungen grundsätzliche Ablehnung (51 Prozent), zu hoher zeitlicher Aufwand (30 Prozent) und mangelnde Kenntnis (15 Prozent) angeführt.