Hier kommt der Frosch

Ganz schön große Augen: So ein tropischer Laubfrosch macht zwar optisch was her, ist aber vielleicht nicht jedermanns Geschmack. Wer es dezenter mag, findet unter dem Stichwort PanElle auch unifarbene Platten (unten) und andere Dekors. Foto: Duscholux (2)

Schnell, sauber und auf Wunsch mit Überraschungseffekt: Hartmann Haustechnik saniert Bäder großflächig mit Acryl und Glas.

Für Störche wäre diese Dusche nichts: Der Frosch in Übergröße dürfte ihnen heftig Angst einjagen. Was hier so dekorativ um die Ecke schaut, ist Teil einer neuen Möglichkeit, Bäder zu bauen oder auch zu sanieren. Rainer Kalbe, Inhaber von Hartmann Haustechnik: „Statt im herkömmlichen Stil zu fliesen, können wir auch großflächige Platten mit Acrylglas oder Glas kleben. Das ist eine saubere Angelegenheit und geht deutlich schneller.“

Kalbe vertreibt ein Wandverkleidungssystem der Schriesheimer Duscholux Sanitärprodukte GmbH. Die PanElle-Platten sind einen Meter breit, 2,5 Meter hoch, kratzfest und in allerlei Dekors zu haben. Wem der Frosch dann doch eine Nummer zu schrill ist, der kann auf ein dezentes Holzdekor oder auch eine glatte farbige Fläche nach Wahl als Wandverkleidung ausweichen. Sogar eigene Fotomotive können verarbeitet werden – vorausgesetzt, die Dateien haben eine entsprechende Größe, um den Druck zu ermöglichen. Kalbe: „Das Foto wird auf eine Folie gedruckt, die zwischen einer Trägerplatte und der eigentlichen Glasscheibe liegt. Insgesamt ist die Platte elf Millimeter stark.“ Ein Quadratmeter Fotodekor kostet 399 Euro plus Mehrwertsteuer. Mindestabnahme: 2,5 Quadratmeter – was exakt dem genannten Plattenmaß entspricht.


Wichtig: Die Wand, an der die Platten geklebt werden sollen, muss eben sein. Alte Fliesen können an der Wand bleiben – sie werden vom Fachmann übergespachtelt. Passt das Einheitsmaß nicht, lassen sich die Platten auf Maß sägen. Auch Bohrungen für Armaturen oder Griffe sind kein Problem. Das gilt für die Ausführung in Acryl. Die teurere Variante: Sicherheitsglas statt Acrylglas. Hier werden die Zuschnitte und Bohrungen bereits bei der Herstellung berücksichtigt. Das Aufmaß muss also vor der Anlieferung passieren. Rainer Kalbe: „Der Vorteil des Systems: In einer Woche ist das Bad saniert. Dieses Verfahren spart sehr viel Zeit und ist zudem deutlich sauberer als das klassische Fliesen.“ Wer sich sein künftiges Bad schon einmal anschauen möchte, findet unter http://www.panelle.de/de-de/konfigurator/dusche.html einen Konfigurator, der verschiedene Farb- und Dekorvarianten bereithält.

Wer bei der Sanierung zugleich eine ebenerdige Dusche wünscht, kann ebenfalls auch ein interessantes neues Produkt von Duscholux zurückgreifen. Kalbe: „Einen nur fünf Zentimeter hohen Duschboden mit integrierter Duschrinne. Er kann auf den Estrich geklebt werden. Lediglich ein Kanal für den Abfluss muss gefräst werden. Dieser Boden kann vier Zentimeter tief in den Estrich versenkt werden, sodass dann nur noch eine Kante von einem Zentimeter Höhe überwunden werden muss. Eine fachmännische Montage ist dringend anzuraten, denn im Bad geht es vor allem um eines: Dichtheit.“

Das Unternehmen Hartmann Haustechnik arbeitet mit namhaften Herstellern und Lieferanten zusammen. Die Ausstattung hochwertiger Bäder ist ein Hauptgeschäftszweig. Was das heißen kann, hat Rainer Kalbe im eigenen Unternehmen am König-Georg-Stieg in Wilhelmsburg umgesetzt. Wer sich jemals mit dem Bau eines Bades befasst hat, der erkennt sofort, dass hier individuell und hochwertig gearbeitet wird. Fliesenkanten aus Edelstahl oder gar Kunststoff? Fehlanzeige. Kalbe: „Wir phasen die Fliesen an, sodass sie auf Gehrung geklebt werden.“ Eine edle, allerdings auch handwerklich aufwendige und damit teurere Lösung. wb