Watt’n Fall: …und plötzlich bist du Stromerzeuger!

Foto: Wolfgang BeckerBHKW-Spezialist Rainer Kalbe, Geschäftsführer von Hartmann Haustechnik.

Rainer Kalbe, Geschäftsführer von Hartmann Haustechnik, über den sinnvollen Einsatz von Blockheizkraftwerken.

Die Abkürzung allein reicht schon aus, um sich etwas Großes vorzustellen: BHKW. Das klingt artverwandt mit AKW oder KKW. Doch mit Atomstrom oder einem Kohlekraftwerk hat das BHKW nichts zu tun. Ein Blockheizkraftwerk erzeugt Strom und Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung, kurz: KWK) und kann sowohl in einer Heizzentrale als auch im Keller einer gewerblichen Immobilie oder einem Ein- beziehungsweise Mehrfamilienhaus untergebracht werden. Rainer Kalbe, Geschäftsführer von Hartmann Haustechnik, erläutert: „Der Vorteil eines Blockheizkraftwerkes besteht darin, dass es die Erzeugung von elektrischer und thermischer Energie in einem System zusammenführt.“ Kurz: In einem BHKW wird über einen Generator elektrische Energie erzeugt. Gleichzeitig wird über einen Abgaswärmetauscher aus der Abwärme des Motors und des Abgases Wärme gewonnen und in Heizenergie umgesetzt.

Hocheffizient und bringt Rendite

Diese gemeinsame Nutzung von Strom und Wärme ist der Grund dafür, dass ein BHKW einen so außergewöhnlich ho-hen Wirkungsgrad hat. Die von Hartmann Haustechnik eingesetzten BHKWs haben einen Gesamtwirkungsgrad von annährend 100 Prozent. Wer sich mit dem Betrieb eines BHKWs befasst, der sollte folgende Punkte beachten: zum Einen eine jährliche Mindestlaufzeit der Anlage, der erzeugte Strom sollte selbst verbraucht werden und die Abwärme sollte möglichst zu 100 Prozent genutzt werden. „Für unsere Kunden bedeutet dies eine markante Senkung der Energiekosten und eine entsprechend deutliche Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Das ist ein wirksamer Beitrag zur Energiewende“, sagt Kalbe.

SmartblockStromüberschüsse werden in das Stromnetz eingespeist und an den Netzbetreiber verkauft. Die Einspeisevergütungen für Strom sind allerdings mittlerweile sehr weit heruntergefahren. Der Vorteil, den Strom selbst zu nutzen, liegt darin, dass die  selbsterzeugte Kilowattstunde Strom rund 16 Cent günstiger als gekaufter Strom ist. Solch eine Ersparnis kann eine gute Verzinsung für die Investition sein.

Immer wenn ein BHKW in Betrieb ist, fällt Wärme an. Rainer Kalbe: „Wenn wir mal von einer etwa siebenmonatigen Heizperiode pro Jahr ausgehen, haben wir also fünf Monate, in denen wir zwar den Strom, nicht aber Wärmeüberschüsse gebrauchen können. Diese Technik ist also für Betreiber mit permanentem Wärmebedarf optimal – zum Beispiel für die Schwimmbäder, Hotels und Gaststätten, Gewerbebetriebe und Mehrfamilienhäuser.“ Grundsätzlich gilt: Ein BHKW muss bedarfsgerecht geplant werden. Hierbei ist es sinnvoll, mit einem möglichst großen Pufferspeichervolumen zu planen, damit im Bedarfsfall ausreichend Wärme zur Verfügung steht.

Wohin mit der Wärme?

Rainer Kalbe: „Das klingt alles sehr kompliziert – ist es aber nicht! Wir planen und installieren nicht nur die Anlagen, sondern wir sorgen mit unserer Regelungstechnik für einen wirtschaftlichen und ökologischen Betrieb der Gesamtanlage“. Bei Hartmann Haustechnik wird die Regelung selbst gebaut und programmiert. Kalbe: „Wir kennen uns besonders gut mit der Anlagenhydraulik aus und wissen besser als ein externer Programmierer, wie die Anlagen geregelt werden müssen. Außerdem können wir dadurch besser die Anlagenoptimierung während der Inbetriebnahmephase vornehmen.“ Viele Kunden der Hartmann Haustechnik lassen ihre Anlagen vom Unternehmen fernüberwachen. So kann der optimale Betrieb überwacht werden und auf Störmeldungen schnell eingegangen werden.

Optimale Regelung ein Muss!

Da BHKWs durchaus ihren Preis haben, registriert Kalbe: „Unsere Kunden kaufen BKHWs, weil sie eigenes Geld sinnvoll und gewinnbringend investieren wollen.“ Alternativ bietet Hartmann Haustechnik Contracting-Modelle. „Wir installieren ein BHKW auf unsere Kosten, der Nutzer kauft bei uns seinen Strom und Wärmebedarf ein. Solche Modelle sind seit Jahren auf dem Markt.“ wb