12 Uhr mittags: IBA Hamburg startet nächste Vermarktungsetappe

Graphik: IBA Hamburg GmbHDieser Plan zeigt den Status quo: Blau umrandet sind die Flächen, die jetzt in die Vermarktung gehen. Start ist am 21. April um exakt 12 Uhr. Graphik: IBA Hamburg GmbH

Am 21. April beginnt der Run auf Einfamilienhaus-Grundstücke in Neugraben-Fischbek.

Das Neubaugebiet Fischbeker Heidbrook, gelegen auf dem Areal der ehemaligen Röttiger-Kaserne in Neugraben-Fischbek, dürfte eines der letzten großen Hamburger Wohngebiete sein, in denen eine relativ lockere Bebauung angeboten wird. Das zumindest ist die Ansage von Hamburgs Oberbaudirektor Jörn Walter (Bericht Seite 7). Es wundert also nicht, dass sich die Grundstücke großer Nachfrage erfreuen. Karen Pein, Geschäftsführerin der IBA Hamburg, kann das nur bestätigen. Ab 21. April, 12 Uhr, ist jetzt der nächste Bauabschnitt „auf dem Markt“. Es geht um weitere 72 Einfamilienhaus-Grundstücke, davon sogar wieder einige wenige in der sehr begehrten Waldrand-Lage. Das Gros verteilt sich jedoch über das gesamte Baugebiet. Es gilt das „First come – first serve“-Prinzip: Wer zuerst eine vollständige Bewerbung mit Finanzierungsvorabzusage einer Bank und Bewerbungsbogen einreicht, bekommt den Zuschlag.

Um mal ein Gefühl für die Marktsituation zu bekommen: Von den 55 Grundstücken für Einfamilienhäuser, die im April 2015 erstmals angeboten wurden, sind derzeit gerade noch acht zu haben. Die Nachfrage ist ungebrochen. Karen Pein rechnet auch für die jetzt anstehende Etappe mit einem Run auf freie Flächen. Und das, obwohl die IBA die Qualitätsmesslatte hoch gehängt hat. Gebaut werden können entweder Häuser aus dem aktuellen IBA-Katalog (ist bereits im Internet einzusehen) oder aber eigens entwickelte Architekturentwürfe, die den dort angesetzten Vorgaben beispielsweise an den Energieverbrauch entsprechen. Karen Pein: „Das wurde durchaus genutzt. Rund 16 Prozent der Kunden wollten bislang eigene Entwürfe umsetzen, die dann vom Gestaltungsbeirat geprüft wurden.“ Der Gestaltungsbeirat ist ein Fachgremium der IBA Hamburg, welches alle eingereichten individuellen Architekturentwürfe sichtet. Monatlich treffen Vertreter der IBA, der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt und des Bezirks Harburg mit Architekten zusammen, um die individuell geplanten Häuser zu beurteilen und freizugeben. Den Vorsitz des Gestaltungsbeirats hat die renommierte Architektin Prof. Inken Baller aus Berlin.


„Wir sind von dem Verfahren überzeugt!“

Der ursprünglich nach einer Architekturbörse entstandene Hauskatalog ist mittlerweile überarbeitet worden. Weniger beliebte Modelle wurden herausgenommen, neue Modelle – mit Klinker und Satteldach – kamen hinzu, da diese Bauweise sehr beliebt ist. Pein: „Der Katalog ist jetzt in der dritten Auflage und wurde immer stärker auf die Wünsche der Kunden zugeschnitten. Das hat sich sehr bewährt, und wir sind von dem Verfahren überzeugt.“ Und: Ein von der IBA favorisierter Haus-Typ hat es sogar in den Viebrock-Katalog geschafft (Technologie-Special Seite 31).

Karen Pein

IBA-Geschäftsführerin Karen Pein ist sehr zuversichtlich, dass sich auch die neuen Flächen im Fischbeker Heidbrook schnell verkaufen lassen.
Foto: IBA Hamburg / Bente Stachowske

Ähnlich rasant verläuft die Entwicklung weiter östlich auf der anderen Seite der B73. Das dortige Baugebiet Vogelkamp Neugraben wird ebenfalls stark nachgefragt. Im zweiten Bauabschnitt sind 98 Prozent der Einfamilienhaus-Grundstücke vermarktet, im Bauabschnitt 3A 71 Prozent. Sobald hier die 80 Prozent erreicht sind, geht Bauabschnitt 3B an den Start. Karen Pein: „Uns liegen bereits Anfragen vor.“

Für beide Quartiere mit insgesamt rund 2300 Wohneinheiten gilt: 50 Prozent Geschosswohnungsbau, 25 Prozent Einfamilienhäuser, 25 Pro-zent Reihenhäuser. Letztere werden an Bauträgergesellschaften vergeben und sind – „bereits alle vergeben“, wie die IBA-Chefin sagt. Sie betont: Die Lage ist in beiden Fällen gut, und die Grundstücke sind für Hamburger Verhältnisse unschlagbar günstig.“ Was sich nördlich der Elbe bereits herumgesprochen hat – jeder zweite IBA-Kunde kommt aus dem Norden der Stadt. Vor allem junge Familien lassen sich im Hamburger Süden nieder.

Baustart im Sommer

Noch sieht es im Fischbeker Heidbrook übrigens nicht sehr wohnlich aus. Die Baustraßen sind angelegt, werden aber erst zu richtigen Straßen ausgebaut, wenn ein Großteil der Häuser steht. Der erste Spatenstich für ein Einfamilienhaus soll im Herbst 2016 stattfinden. Bereits für Sommer ist der Baustart für den Neubau eines Nahversorger-Zentrums mit Supermarkt, Drogeriefiliale und Sparkassen-Servicepoint sowie 50 Wohnungen geplant. Das Gebäudeensemble markiert zugleich den westlichen Quartierseingang. Investor und Vermieter ist die Procom Invest GmbH & Co. KG aus Hamburg. wb