„Das würden wir gern wiederholen!“

Foto: Wolfgang BeckerAllein aus dieser Perspektive drehen sich sieben Baukräne. Vor der Kulisse des wachsenden Projekts IlmenauGarten: Roland Wölk, Manfred Schulte, Reinhardt Bauer, Reinhard Lackner, Sven Pawletta, Dirk Maszutt, Arent Bolte und Holger Knappe. Fotos: Wolfgang Becker

Bau-Boom in Lüneburg: Das Haspa-Projekt IlmenauGarten entfacht eine rekordverdächtige Nachfrage – Großteil der Wohnungen ist bereits verkauft – Der Bau läuft auf Hochtouren.

Ein Jahr ist es her, dass im B&P-Immobilien-Special das von der Haspa in Lüneburg finanzierte Neubauprojekt IlmenauGarten vorgestellt wurde. Das Baugebiet damals: eine zehn Hektar weitgehend freie Brachfläche. Zwölf Monate später ist das altstadtnahe Gelände zwischen der Bahn und der Ilmenau, die hier auch den Namen Lösegraben trägt, nicht mehr wiederzuerkennen: Am stahlblauen Himmel drehen sich beim Ortstermin mit den Projektentwicklern und der Haspa-Führung die Baukräne. Zahlreiche Wohngebäude im IlmenauGarten sind im Bau. Aktivitäten gibt es auch in der Nachbarschaft: Das Studentenwohnheim mit seinen 310 Wohneinheiten, das direkt angrenzt, ist bereits so gut wie fertig; ein Hotel hat die Rohbauphase erreicht; ein weiteres Eingangsgebäude mit Ladenflächen und Büros wird derzeit gegründet. Beim Interview im Baubüro des 350-Millionen-Euro-Projekts IlmenauGarten herrscht eine entspannte Atmosphäre. Der Vermarktungsstart hat die Projektentwickler und Investoren überrollt. Der erste Bauabschnitt ist quasi ausverkauft. Ein Riesenerfolg für die Initiatoren, aber auch für die Haspa, die einen Großteil der Finanzierungen übernommen hat.

„Jede zweite Finanzierung haben wir gemacht“

Reinhard Lackner, Haspa-Regionalleiter mit Sitz in Buchholz, ist unter anderem für den  IlmenauGarten zuständig. Er sagt: „Beim Start standen etwa 100 Wohnungen zum Verkauf – 80 sind weg. Und jede zweite Finanzierung haben wir gemacht.“ Die Kunden kommen aus dem Großraum Lüneburg, aber auch aus Hamburg. Die Stadt an der Ilmenau entwickelt eine starke Anziehungskraft gerade für Menschen, die sich nach dem Berufsleben in attraktiver Stadtlage niederlassen wollen. Dass die Altstadt vom IlmenauGarten aus in nur fünf Gehminuten zu erreichen ist und das neue Wohngebiet trotzdem eine Wasser-Lage bietet, scheint die Nachfrage geradezu befügelt zu haben. 1500 Menschen sollen hier einst wohnen, wenn auch der zweite Abschnitt der Riegelbebauung fertig ist. Diese Wohnungen werden vom schwedischen Konzern Bonava (ehemals NCC) und der Lüneburger Meyer Projektentwicklung GmbH gebaut.

Für Arent Bolte, Haspa-Regionalbereichsleiter Mitte und Süd-Ost (Firmenkunden), und Holger Knappe, Regionalbereichsleiter Süd-Ost (Privatkunden), spricht noch etwas anderes für den Standort: „Im Vergleich zu Hamburg ist das Preisniveau in Lüneburg absolut vertretbar“, sagt Bolte. Wer sich für eine Eigentumswohnung interessiert, zahlt 3000 bis 3200 Euro pro Quadratmeter. Das gilt für die Riegelbebauung in zweiter Reihe. Wen es direkt an die Ilmenau zieht, der kann mit Quadratmeterpreisen von 3600 bis 4200 Euro rechnen. Vergleichbare Lagen in Hamburg liegen laut Bolte etwa 1500 Euro höher. Und wer Eigentum in der Hafen-City bewohnen möchte, landet schnell bei 7000 bis 8000 Euro und in Einzelfällen auf im fünfstelligen Bereich. Pro Quadratmeter.