Schönheitskur für den Harburger Sand

Senat beschließt weiteren Business Improvement District (BID) für Harburg.

Mit der Einrichtung zwei weiterer sogenannter Business Improvement Distrcits (BID) fördert der Hamburger Senat den Einzelhandel in der Hamburger Innenstadt und in Harburg. In Harburg wird der historische Marktplatz Sand/Hölertwiete unterstützt, in der City das Passagenviertel II rund um die Große Bleichen. Matthias Kock, Staatsrat der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen: „BIDs sind zu einer Erfolgsgeschichte für Hamburg geworden.“

Ein BID – auch Innovationsbereich genannt – ist ein räumlich definierter Bereich, in dem die Grundeigentümer und Gewerbetreibenden gemeinsam versuchen, die Standortqualität zu verbessern. In einem Zeitraum von maximal fünf Jahren werden in Eigenorganisation Maßnahmen zur Aufwertung des Gebiets angegangen. Jeder Grundeigentümer zahlt dafür eine kommunale Abgabe, durch die alle Vorhaben finanziert werden. Der überwiegende Teil der gut 30 betroffenen Eigentümer in Harburg hatte dem BID-Antrag im Vorweg zugestimmt. In Hamburg sind seit Inkrafttreten des BID-Gesetzes im Jahr 2005
25 Innovationsbereiche entstanden, darunter in Harburg vor allem das BID Lüneburger Straße (siehe auch Seite 19). Der neue Innovationsbereich Sand/Höler-twiete in Harburg soll den mehr als 400 Jahre alten Markt wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung rücken. Hier werden die städtische Marktfläche und die umliegenden Straßenflächen am Sand umgebaut. Dabei erhält nicht nur der Markt eine moderne Infrastruktur, sondern es entstehen auch großzügige Aufenthaltsbereiche im Umfeld. Innerhalb der Laufzeit von drei Jahren werden weitere ergänzende Maßnahmen wie eine qualitätsvolle Möblierung, eine neue Beleuchtung und Begrünung sowie Marketing angegangen. Außerdem wird der öffentliche Raum begrünt und gepflegt.

Moderne Infrastruktur

Staatsrat Matthias Kock freut sich, dass das Modell der BIDs nicht nur für finanzkräftige Toplagen geeignet sei, sondern auch das Engagement in nicht weniger wichtigen Zentren außerhalb der Innenstadt bündeln könne. „So können auch hier sichtbare Verbesserungen erreicht werden“, ist Kock überzeugt. Eine nachhaltige Aufwertung des Quartiers verspricht sich Thomas Völsch, Leiter des Bezirksamtes Harburg, von der Einrichtung des BID Sand/Hölertwiete. So könne das Harburger Zentrum weiter vorangetrieben werden, „damit dieses wieder als Aushängeschild Harburgs und als attraktives Ziel zum Einkaufen und Verweilen wahrgenommen wird.“