HELIOS Mariahilf Klinik ist zertifiziertes EndoProthetikZentrum

Helios-ZertifikatZertifizierung auch aufgrund der guten Teamleistung (von links): Rosemarie Gerken-Livingstone (Qualitätsmanagement/QM), Dr. Henning Jeziorkowski (Oberarzt), Martina Lange (QM), Lothar Osswald (QM), Dr. Udo Brehsan (Oberarzt), Matthias Seack (Chefarzt) und Jessica Klein (Stellv. Leiterin Notaufnahme).

Jährlich werden in Deutschland etwa 400 000 künstliche Gelenke eingesetzt, sogenannte Endoprothesen. Um die Qualität der endoprothetischen Versorgung zu erhalten und zu verbessern, sind eine hohe Spezialisierung sowie eine umfassende Kompetenz und Erfahrung erforderlich. Zur Sicherung dieser Anforderungen haben die Fachgesellschaften der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. und die Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik ein Zertifizierungssystem speziell für die Endoprothetik erstellt. Die unfallchirurgische Abteilung der HELIOS Mariahilf Klinik Hamburg hat in einem mehrtägigen Audit gegenüber externen Gutachtern ihre Qualitäten hinsichtlich des Einsatzes künstlicher Gelenke unter Beweis stellen können und die Zertifizierung als EndoProthetikZentrum erhalten.

„Anlass für uns, eine solche Zertifizierung anzustreben, war die große Anzahl an Prothesen, besonders an Knie und Hüfte, aber auch am Schultergelenk, die wir jährlich einsetzen“, sagt Dr. Udo Brehsan, Oberarzt und Koordinator des neu zertifizierten Zentrums.


Im Rahmen des Audits standen die Kompetenzen der behandelnden Ärzte und Operateure ebenso auf dem Prüfstand wie die pflegerische Qualität auf den Stationen, die Hygiene, das Qualitätsmanagement und die internen und externen Kooperationspartner der Klinik. Zu den Qualitätsanforderungen gehören neben jährlich mindestens 50 Protheseneinsätzen zweier Hauptoperateure auch standardisierte Abläufe vor, während und nach der Operation. Hierzu zählen wöchentliche Fallkonferenzen, in denen die Ärzte fachübergreifend – im Team aus Orthopäden, Radiologen, Physiotherapeuten und bei Bedarf auch Mikrobiologen und Anästhesisten – die medizinisch notwendigen Maßnahmen jedes einzelnen Patienten besprechen. Zur zusätzlichen Ab-sicherung finden einmal im Mo-nat sogenannte Komplikationskonferenzen statt, um Problemfälle zu besprechen. Dr. Brehsan: „All diese Kriterien sprechen für eine qualitativ hochwertige Versorgung bei künstlichen Gelenken.“

„Die Zertifizierung prägt ein Qualitätsmerkmal für unser Haus. Erst das bei uns gelebte enge Zusammenspiel von Operateuren, Pflege, aber auch Physiotherapie und Sozialdienst sowie vielen weiteren Beteiligten innerhalb gewisser Standards ermöglicht die gute Versorgung unserer Patienten“, betont Matthias Seack, Chefarzt der Abteilung für Unfallchirurgie und orthopädische Chirurgie.

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