Industriegebiet Vastorf / Volkstorf – Nächste Abfahrt Barendorf . . .

Foto: einDie Luftaufnahme zeigt den Zustand vor der Erschließung des neuen Industriegebietes, das auf der Ackerfläche in der Mitte am oberen Bildrand entstehen wird.

Östlich von Lüneburg: Samtgemeinde Ostheide bietet das vollerschlossene und baureife Industriegebiet Vastorf/Volkstorf an.

Industriegebiet – das klingt nach schwarzem Rauch, der aus dicken Schornsteinen quillt, nach schlechter Luft und Lärm. Im Lüneburger Industriegebiet Ost können sich Skeptiker davon überzeugen, dass Industrie auch sauber, geruchsarm und leise daherkommen kann. Doch das Gebiet ist so gut wie ausverkauft. Da trifft es sich gut, dass die angrenzende Samtgemeinde Ostheide vorgesorgt hat. Bürgermeister Norbert Meyer bietet in Vastorf/Volkstorf zehn Hektar mit Industrieausweisung an – vollerschlossen, baureif, abseits jeglicher Wohnbebauung, verkehrsgünstig und bereit für den Investor, der Fläche sucht. Bis zu sieben Hektar könnten bei entsprechender Nachfrage am Stück abgegeben werden.

Vastorf/Volkstorf? Das ist eher ein Tipp für Eingeweihte, so scheint es. Tatsächlich liegt das Industriegebiet aber nur wenige Kilometer von der B216 entfernt. Von Lüneburg kommend (Richtung Dahlenburg) geht es am Kreisel kurz vor Barendorf rechts ab in die Gemeinde Vastorf. Von dort zurück bis zur B209 (Stadtumgehung Lüneburg) mit Anschluss an die A39 Richtung Hamburg, A7 und A1 sind es nur gute zehn Minuten Autofahrt. Ostheide-Bürgermeister Norbert Meyer: „Wir profitieren von der Nähe zu Lüneburg. Und wir bieten hier eine Industriefläche an – ich denke, dass wir mit diesem Angebot sehr gut aufgestellt sind.“ Und Dennis Neumann, Gemeindedirektor von Vastorf, sagt: „Der Bebauungsplan sieht vor, dass 80 Prozent der Fläche versiegelt werden darf. Höhenbeschränkungen gibt es nicht, wohl aber einen Ausschluss von betriebsbezogenem Wohnen. Wenn sich hier ein richtiger Industriebetrieb niederlassen und rund um die Uhr produzieren will, dann kann er das. Für den ökologischen Ausgleich halten wir Extraflächen bereit – da haben wir vorgesorgt.“

Foto: Wolfgang Becker

Der aktuelle Plan für das Industriegebiet Vastorf/Volkstorf: Ge­meindedirektor Dennis Neumann (von links), Samt­­ge­­meinde­bür­ger­meister Norbert Meyer und Wirtschafts­förderer Jürgen Enkelmann setzen auf die Nähe zu Lüneburg und die gute Erschließung durch ­Straßen und die Bahn.

Bei ihren Vermarktungsbestrebungen werden Meyer und Neumann von Jürgen Enkelmann und seiner Mannschaft unterstützt. Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs-GmbH Lüneburg (WLG), zuständig sowohl für die Stadt als auch den Landkreis, betont, dass das Industriegebiet Vastorf/Volkstorf bereits im Gewerbeflächenentwicklungskonzept (GEFEK) der Metropolregion Hamburg aufgeführt ist – im Landkreis Lüneburg neben Bardowick und Lüneburg-Ost (Bilmer Berg). Da das Konzept demnächst fortgeschrieben wird, ist davon auszugehen, dass die Samtgemeinde Ostheide mit ihrem Angebot im Hamburger Süden eine der wenigen zusammenhängenden Industrieflächen dieser Größenordnung vorhält.

Meyer ist indes Realist: „Es müsste sich also ein großer Bewerber für uns interessieren. Aber den gibt es zurzeit noch nicht. Stattdessen haben wir Anfragen von Unternehmen aus der weiteren Metropolregion, die näher an Hamburg heranrücken möchten, und von Bestandunternehmen, die erweitern wollen. Es besteht also auch die Option, das Gebiet kleinteiliger abzugeben.“ Möglich ist dies ab 2000 Quadratmeter Fläche. Kleinere Einheiten ergeben aufgrund der Grundstückstiefe keinen Sinn. Der erschlossene Quadratmeter Industriefläche wird für 24,50 Euro angeboten – ein attraktiver Preis, wie Neumann, Meyer und Enkelmann sagen. Außerdem ist die Region noch bis 2020 D-Fördergebiet, sodass Investitionen kleiner Betriebe mit bis zu 20 Prozent (maximal zwei Millionen Euro) bezuschusst werden, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen. Dazu zählt unter anderem die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Wer sich für den Standort interessiert, der muss wissen: Einige Betriebe sind bereits in der direkten Nachbarschaft vorhanden. Mit dem Unternehmen Manzke ist die Bauindustrie großflächig vertreten. Großhandelsunternehmen, Handwerksbetriebe  und ein Paletten-Unternehmen zählen ebenfalls dazu. Auch der Entsorger Remondis ist vor Ort. Ein wichtiger Punkt: Die Breitbandversorgung ist perspektivisch gesichert. In einem ersten Schritt richtet das Unternehmen LüneCom bis Ende 2015 eine Richtfunkverbindung ein, die immerhin 100Mbit garantiert. Mit dem Bau eines Radweges, avisiert für 2017, soll dann ein Glasfaserkabel bis an die B216 geführt und dort angeschlossen werden. wb

Web: www.vastorf.de/gewerbegebiet.html