Olympia 2024 wirft Schatten auf den Industrieflächenmarkt Hamburg

Engel & Völkers Commercial Hamburg prognostiziert für 2015 einen Flächenumsatz von mehr als 500 000 Quadratmetern.

Der Industrieflächenmarkt Hamburg steuert in diesem Jahr auf einen Flächenumsatz von mehr als 500 000 Quadratmetern zu. „Wir erwarten bis zum Jahresende für den Gesamtmarkt der Hansestadt ein Ergebnis von bis zu 530 000 Quadratmeter“, prognostiziert Tobias Heine, stellvertretender Bereichsleiter Industrie bei Engel & Völkers Commercial Hamburg.

Am meisten Fläche wurde in dem durch den Hafen geprägten Teilmarkt Süd mit 37 Prozent des Flächenumsatzes vermarktet. Danach folgt der Osten der Hansestadt mit einem Anteil am Flächenumsatz von 22 Prozent. Auf den weiteren Plätzen lagen zum Halbjahr das Umland Ost mit elf, der Westen mit neun sowie das Umland Süd mit acht Prozent.

Großflächen werden knapp

(c) Engel & Völkers„Da der Großteil der Leerstandsflächen insbesondere im Hafen mittlerweile vom Markt absorbiert wurde, konnten dort zahlreiche Gesuche nach Großflächen kaum mehr bedient werden“, berichtet Heine. Verschärft wird die Situation in diesem Teilmarkt noch durch die Flächensicherung beziehungsweise das Zurückziehen von Flächen durch die Hamburg Port Authority (HPA). „Hier wirft die Bewerbung für Olympia 2024 schon große Schatten“, erläutert der Marktexperte. Eine Neuprojektierung von bis zu sieben Hektar in Winsen könnte mittelfristig für ein wenig Entlastung sorgen. Die derzeit nahezu einzige Chance für Unternehmen zentral ansässig zu werden bzw. zu bleiben, ist die Entwicklung bereits bebauter Grundstücke für den Eigennutz. „Da bei der Preisfindung in der Regel das dort stehende Gebäude mitbewertet wird, ist der Erwerb vergleichsweise teuer“, so Heine. Darüber hinaus befinden sich interessierte Unternehmen in einer wachsenden Wettbewerbssituation mit Projektentwicklungsgesellschaften und sollten daher beim Erwerb professionelle Beratungsdienstleistungen in Anspruch nehmen.