Rasend leicht

Finn Rutha zeigt seine Rennmaschine. Am „lebenden Objekt“ studiert er den Umgang mit CFK. Foto: PFH

PFH-Student Finn Rutha baut Rennmotorrad RV990 aus CFK.

Dass kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe (CFK) in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz kommen, zeigt das Projekt von Finn Rutha (23), Student im fünften Semester des Bachelorstudienganges Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der Privaten Hochschule Göttingen (PFH). Entsprechend seiner persönlichen Interessen konstruiert er ein Rennmotorrad aus CFK.

2014 startete Rutha mit dem zuerst privaten Projekt mit dem Ziel, Erfahrungen bei der Verarbeitung von Verbundwerkstoffen zu sammeln; seit dem dritten Semester seines Studiums wird es als studentisches Projekt fortgeführt. Die Basis für seine Konstruktion ist eine Aprilia RSV (RP) aus dem Jahr 2002. „Das Ziel ist, ein superleichtes und leistungsstarkes Rennmotorrad zu bauen, das sich auf der Rennstrecke nicht vor anderen Modellen verstecken muss“, erläutert er. Anfangs entfernte er deshalb alles, was seiner Meinung nach leichter zu gestalten war, sodass nur das Fahrwerk und der Motor übrig blieben. „Da letzterer die Bezeichnung V990 trägt, dachte ich, der neue Name RV990 ist passend, wobei R für Race steht.“


Nun galt es, das Ausgangsgewicht von 217 Kilogramm weiter zu reduzieren. Dazu baute er Originalteile aus CFK nach und entwickelte sogar komplett neue Elemente. Hier verfolgte er vor allem den Ansatz, mehrere bisher einzeln verbaute Teile in einem neuen zu kombinieren. Ein Beispiel dafür ist der Tank, der beim CFK-Motorrad gleich drei Funktionen erfüllt: Tank, selbsttragendes Heck und Oberseite der Airbox. „Jetzt dienen die starken Strukturen wie das tragende Heck auch gleichzeitig als Behälter“, erklärt er. Prinzipiell folgt die Neukonstruktion dieser kombinierten CFK-Bauteile immer demselben Prozess: Zu Beginn baut Rutha ein Modell, um eine Negativform herzustellen. Dafür dienen in der Regel die Originalteile, die er mit Holz, Schrauben und glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) verbindet und durch Spachteln und Schleifen perfektioniert, bis eine Kopie des zukünftigen CFK-Teils entstanden ist. Dieses Modell wird schließlich abgeformt, das heißt in den endgültigen Werkstoff CFK übertragen.

Als nächste Projektschritte plant der CFK-Student eine neue Verkleidung des Motorrads, voraussichtlich aus Zylon. Dabei handelt es sich um ein innovatives Hochleistungsgewebe aus der Raumfahrt, das besonders reißfest und elastisch ist. Zusätzlich möchte er einen Carbon-Öltanks sowie weiterer Kleinteile wie Leitwerke oder Verkleidungshalter konstruieren. In Kooperation mit der Firma Smaltmoto, einem Tuningcenter in Peine, soll außerdem eine eigene Auspuffanlage entstehen. „Diese soll sich im Heck unter dem Motor verstecken, um die Maschine weiterhin schön schlank zu halten und sie im Falle eines Sturzes zu schützen“, so Rutha.


Business Law an der PFH

In ihrem neuen Fernstudienbereich Business Law bietet die PFH unter anderem am Hansecampus Stade ab Januar 2017 zwei Masterstudiengänge zur Weiterbildung für Juristen und Wirtschaftswissenschaftler an: Unternehmensrecht (Master of Laws LL.M.) sowie Arbeitsrecht und Personalmanagement (Master of Laws LL.M.). Beide Programme umfassen jeweils 90 ECTS und sind akkreditiert sowie staatlich anerkannt. Die Fernstudiengänge bieten den Studierenden fundiertes juristisches Wissen, um sich beruflich intensiv und spezifisch weiterzubilden. Da beide Programme ihren Fokus auf hohen Praxisbezug und direkte Einsetzbarkeit der Inhalte legen, sind sie besonders anwendungsorientiert. Weitere Informationen sind unter www.pfh.de/fernstudium/businesslaw zu finden.