Pünktlich zum Sommer: Eisbär dreht den Eishahn auf

Der Klassiker: das Sandwich-Eis mit „kakao­haltigem Fettglasur-Überzug“, der aufgrund seiner Zusammensetzung schneller aushärtet als Schokolade, aber genauso gut schmeckt. Foto: Eisbär Eis

Neue Anlage für Sandwich-Produkte in Betrieb genommen – Werk Apensen für die Zukunft gerüstet.

Eiswetter in Apensen: Beim Vor-Ort-Termin auf dem Gelände von Eisbär Eis war der sommerliche Teil des Frühlings gerade zwei Tage alt, genau richtig also, um über ein eiskaltes Thema zu sprechen – die neue Produktionsanlage, auf der Tag für Tag 600 000 Portionen Sandwich-Eis hergestellt werden. Einen zweistelligen Millionen-Betrag hat das Unternehmen investiert und damit auf die hohe Nachfrage nach dem Klassiker aus der Eistruhe reagiert. Vanilleeis mit „kakaohaltigem Fettglasur-Überzug“, handlich verpackt zwischen zwei Waffeln – wirklich keine neue Erfindung, aber nach wie vor eine der beliebtesten Arten, Speiseeis zu vernaschen. Eisbär Eis ist nach wie vor ein Familienunternehmen, das zu 100 Prozent in den Händen der sogenannten zweiten Generation der Familien von Britta Klehn-Ruehs und Helmut Klehn liegt. Martin Ruehs und Isabel Schuldt, die beiden Geschäftsführer, sind seit 2016 das neue Führungsduo des mittelständischen Unternehmens, das in Apensen und in Ribnitz-Damgarten jeweils ein Werk mit einer Kapazität von zwei Millionen Eis-Portionen pro Tag (!) betreibt. Diese Zahlen machen deutlich, wie hoch der Eiskonsum tatsächlich ist, zumal Eisbär Eis bei weitem nicht der einzige Hersteller ist. In Apensen ist die Produktionskapazität mit der neuen Anlage jetzt um 30 Prozent gesteigert worden. Sandwich-Eis wurde bislang in Ribnitz-Damgarten produziert.

Martin Ruehs, Isabel Schuldt

Die Geschäftsführer vor dem Neubau auf dem Betriebsgelände in Apensen: Martin Ruehs und Isabel Schuldt leiten das Unternehmen Eisbär Eis seit 2015 gemeinsam. Fotos: Wolfgang Becker


Insgesamt laufen jetzt in dem Gewerbegebiet am Rande von Apensen acht Produktionslinien. Da die Marke Eisbär bereits seit Jahren nur noch einen Bruchteil der Produktion ausmacht, ist der Anteil der Handelsmarken entsprechend hoch. Jede Handelskette bekommt ihre spezielle Eiskreation. Isabel Schuldt: „Wir haben es allein bei der Vanille mit einer Vielzahl verschiedener Rezepturen zu tun.“ Von der kleinen Eistüte bis zur Ein-Liter-Schale kommen so um die 200 Produkte „made by Eisbär“ zusammen.