Herbst weitet Kapazitäten 
für Lohnfertigung aus

Fotos: Wolfgang BeckerBeispiele für die Serienproduktion: Geschäftsführer Philipp Herold zeigt verschiedene Werkstücke, die in seinem Unternehmen gefertigt werden. Fotos: Wolfgang Becker

Buxtehuder Maschinenbauer nimmt Anbau in Betrieb – 
Neue Maschinen bereits aufgestellt

Serienfertigung oder nicht? Das ist bei der Herbst Maschinenfabrik GmbH in Buxtehude eine Frage, die in diesem Fall mit Ja beantwortet wird: Als Dienstleister ist der Maschinenbauer seit Jahren für Kunden im Einsatz, die die Expertise im Metallbau schätzen. Im Bereich Lohnfertigung hat Herbst jetzt kräftig investiert, denn die Nachfrage erfordert zusätzliche Kapazitäten. Der Name Herbst steht jedoch auch für den Bau von Rührmaschinen beispielsweise für die Lebensmittelindustrie. In diesem Fall lautet die Frage nach der Serienfertigung eindeutig Nein (siehe Seite 12 im Food-Special).

Zwei neue Kantbänke


Die Lohnfertigung ist eine Säule des Unternehmens, um die sich insbesondere Oliver Herold kümmert, Schwager von Geschäftsführer Philipp Herold. Das Herbst-Team bietet in diesem Bereich ein breites Spektrum an, das neben einer vielfältigen Bandbreite der Blechbearbeitung wie das Schneiden, Kanten, Schweißen und Bohren auch den Behälterbau umfasst.

Kurz: Wer in Edelstahl, Stahl oder Aluminium plant und denkt, findet hier einen Partner, der über einen modernen Maschinenpark und nun auch ausreichend Platz verfügt: Soeben wird die neue 400-Qua-dratmeter-Fläche in Betrieb genommen, die durch einen Hallenanbau auf dem Gelände an der Rudolf-Diesel-Straße entstanden ist.

Beim Rundgang präsentieren Oliver und Philipp Herold die Fünf-KW-Laserschneidanlage, die einen neuen Kran erhalten hat, zwei nagelneue Trumpf-Kantbänke und die Schweißtechnik. Damit ist schon alles genannt, was an Maschinen nötig ist, um teils filigrane Edelstahlbauteile und kompliziert gekantete Werkstücke zu fertigen. Alles klar für die Serienfertigung? „Auf jeden Fall, je höher die Stückzahl, desto günstiger wird es, weil wir ja die Einrichtung der Maschinen und die Programmierung nur einmal vornehmen müssen“, sagt Oliver Herold.

Technische Details: Die Laserschneidanlage kann Metallplatten von drei mal 1,5 Meter Kantenlänge verarbeiten. Am Rechner wird der Materialeinsatz optimiert. Die Maschine „schafft“ 25 Millimeter Stahl, 20 Millimeter Edelstahl und zwölf Millimeter Aluminium. Die große Kantbank entwickelt einen Druck von 320 Tonnen und kann auf vier Metern Länge kanten sowie auf drei Metern schneiden. Die kleine Schwester ist 85 Tonnen stark und kann mit Blechen bis zwei Meter Kantenlänge bestückt werden.

Typische Kunden kommen beispielsweise aus dem Schaltschrankbau, aus dem Maschinen- und Anlagenbau, aus der Automobilindustrie, dem Industriebau, der Verpackungsindustrie, der Bauschlosserei und der Tannenbaumaufzucht, wie Oliver Herold augenzwinkernd sagt: „Eines Tages bekamen wir den Auftrag, einen ‚Tannenbaumtrichter‘ zu bauen. Kein Problem. Das können wir auch . . .“ wb

Web: www.herbst-mischtechnik.de