Von der Heyde – Maschinen im weltweiten Einsatz

Foto: Wolfgang BeckerFortbildung für zwei indonesische Techniker in Stade: Nikolas Warda (von links), Hari Tri Wibowo, Michael Gangl, vdh-Chef Gerald Lüdolph und Dwi Hardimantoro vor einer Radprüfanlage. Warda und Gangl sind Industriemechaniker – sie weihten ihre Gäste in die Geheimnisse der Mechanik ein. Foto: Wolfgang Becker

Stader Unternehmen hat mittlerweile mehr als 500 Anlagen ausgeliefert

Fast drei Wochen waren Dwi Hardimantoro und Hari Tri Wibowo in Stade, um sich beim Maschinenbauer Von der Heyde in die mechanischen Geheimnisse einer Dichtheitsprüfmaschine für Alu-Felgen einweisen zu lassen. Die für europäische Ohren eher ungewöhnlichen Namen lassen darauf schließen, dass die beiden Techniker von weit her angereist sind. Konkret: aus Jakarta. Dort arbeiten sie für ein Partnerunternehmen, das in Indonesien Radprüfmaschinen vertreibt und nach Auslieferung an den Kunden auch im Rahmen von Serviceaufträgen betreut.

Die indonesische Metropole Jakarta ist ein Punkt auf der Weltkarte, in dem ein kleines blaues Fähnchen steckt. Die Karte hängt im Empfang des Stader Unternehmens an der Wetternstraße und zeigt, wo überall die Sondermaschinen mit dem vdh-Markenschild zu finden sind. Bis auf Australien sind alle Kontinente vertreten. Die Fähnchen stecken in Südafrika ebenso wie im sibirischen Krasnojarsk weit hinter dem Ural.


Stefan Meyer, Technischer Leiter bei vdh: „Wir sind weltweit in 29 Ländern vertreten, haben mittlerweile gut 500 Anlagen ausgeliefert.“

Foto: Wolfgang Becker

Die vdh-Weltkarte: Bis auf Australien sind alle Kontinente vertreten.

Wer sich die Karte genau anschaut, erkennt schnell: In manchen Ecken dieser Welt ist die Dichte besonders hoch: „China“, sagt vdh-Geschäftsführer und Inhaber Gerald Lüdolph. „In China sind wir derzeit besonders stark.“ Tatsächlich zeichnete die vdh-Weltkarte die Wanderbewegung der Automobil-Industrie nach, würde sie im Zeitraffer über Jahre abgebildet worden sein. Lüdolph: „Wenn die großen Automobilhersteller ihre Produktion in ein neues Land verlagern, rücken wir nach. Dorthin, wo Autos produziert werden, folgen auch die Räder, denn ein Auto ohne Räder lässt sich nicht verkaufen.“ Und wo Räder produziert werden, müssen Felgen auf Dichtheit geprüft werden – ein Fall für vdh. Dasselbe gilt auch für Kühler und für Federbeine.

In der Folge dieser Entwicklung stehen in Deutschland derzeit 95 vdh-Maschinenanlagen, im Bereich
Mexiko/USA sind es 83. Und allein in China wurden 100 Anlagen geordert und aufgestellt – Tendenz steigend. Lüdolph: „Wir rechnen damit, dass in den nächsten Jahren auch Indien und Südamerika zunehmend interessant für die Automobil-Industrie werden.“

Noch einige Zahlen: In Europa (inklusive Deutschland) sind 178 Anlagen im Betrieb. In Indonesien sind es bislang sechs. Der Standort gehört damit eher zu den Exoten – so wie Sibirien und Venezuela. Dennoch hat vdh in Jakarta eine Handelsvertretung. Auch in China und Südkorea ist dies der Fall. In den USA ist mit vdh US, Inc. sogar eine eigene Tochterfirma präsent. Dieser Markt hat jedoch in der Finanzkrise stark gelitten. Meyer: „Wir hatten eine Wachstumsphase bis 2007, dann folgten drei Jahre absoluter Stillstand. Jetzt gehen die Zahlen langsam wieder in die Höhe.“ Der US-Markt liegt jedoch weit hinter dem chinesischen Markt zurück. Hier schlägt das stetige Wachstum der Volksrepublik bis nach Stade durch – in Form eines stetigen Auftragseingangs.

Da vdh nicht nur Hightech made in Germany, sondern auch High-Service bietet, stehen vier Mitarbeiter auf der Liste der Dauerreisenden. Sie sind weltweit unterwegs, um Prüfmaschinen zu warten und zu reparieren, wenn es mal zu einem Schaden kommt. Zugleich bildet das Stader Unternehmen Techniker von Handelsvertretungen aus, die den Job übernehmen können. Beispielsweise vier Südkoreaner, die unlängst Station in Stade machten, oder die beiden Indonesier Hardimantoro und Wibowo. wb

Web: www.vdh-germany.de