TIP: WLH plant Technologie- und Innovationspark in Buchholz

TIP-BuchholzMit diesem Plan für einen neuen Technologie- und Innovationspark im Norden der Stadt Buchholz soll neuer Platz für Unternehmen geschaffen werden. Oben auf der Karte: der Westkreisel in Dibbersen. Planzeichnung: Architektur + Stadtplanung, Hamburg

25-Hektar-Gelände für neue Firmen, einen Campus und ein intelligentes Kino-Konzept.

Gut drei Jahre ist es her, dass in Buchholz mit dem ISI Zentrum für Gründung, Business & Innovation ein Hotspot der Wirtschaft im Hamburger Süden geschaffen wurde. Das Haus an der Bäckerstraße im Gewerbegebiet erfreut sich großer Beliebtheit bei den Mietern und sorgt für stete Nachfrage bei der Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH. Jetzt setzt Hausherr Wilfried Seyer, Geschäftsführer der WLH, zur Zündung der nächsten Stufe an. Er präsentierte jüngst im Wirtschafts- und Finanzausschuss der Nordheidestadt ein umfassendes Konzept für einen neuen Technologie- und Innovationspark – kurz: TIP – des Landkreises Harburg. Das Projekt würde dringend benötigten Raum für neue Unternehmen und zugleich Erweiterungsflächen für Bestandsunternehmen schaffen.

Etwa 30 Unternehmen sind derzeit im ISI eingemietet. Seyer: „Insbesondere für Gründer ist die Zeit auf maximal fünf Jahre begrenzt, denn das Haus ist zum Teil subventioniert. Junge Firmen wollen eigentlich bleiben, aber Förderung hat Grenzen. Deshalb müssen wir nun Alternativen schaffen, damit die Unternehmen nicht nur aufgebaut, sondern auch in der Region gehalten werden können.“


Seyer: „Am Beispiel Wismar kann man sich anschauen, wie ein Technologiepark aufgestellt sein kann und was er bewirkt. Wir haben hier im Landkreis Harburg einen Wirtschaftsraum, der noch besser funktioniert.“ Das Gelände, das die WLH im Blick hat, schließt sich an das Gewerbegebiet Vaenser Heide II an und liegt im Dreieck der B75 und der Dibberser Straße, die vom Westkreisel (Ortsumgehung) nach Buchholz hineinführt. Ein Technologiepark an dieser Stelle würde eine völlig neue Eingangssituation schaffen. Ein weiterer Vorteil: Laien sehen in den Feldern zwar Natur, tatsächlich handelt es sich aber um „ausgeräumte Landschaft“ – ein Fachbegriff, der besagt, dass das Areal bereits (land-)wirtschaftlich genutzt wird.

Konkret geht es um 25 Hektar, von denen 18 als Nettobauland vorgesehen sind. Nach den derzeitigen Plänen führt die Haupterschließung über die Brauerstraße (zweigt von der Dibberser Straße ins Gewerbegebiet ab, Verlängerung entlang der Lackiererei Grundt) direkt auf den TIP-Campus. Hier wäre die Zentrale des Technologieparks mit Verwaltung und weiteren Büroräumen. Seyer: „Auf dem Campus sollen Unternehmen und Institutionen aus dem Bereich Forschung & Entwicklung angesiedelt werden. Schwerpunkt: Nachhaltigkeit und Logistik-Dienstleistung.“