400 Wirtschaftsjunioren zu Gast in Stade

Foto: Wilfried StiefAuftakt zur Hako 2015: Den festlichen Rahmen bot die St.-Cosmae-Kirche.

Hanseraumkonferenz 2015 ein großer Erfolg – Nächstes Mal geht es nach Schwerin

Aufregende Tage liegen hinter den Wirtschaftsjunioren Stade. Die rund 55 jungen Unternehmer und Führungskräfte haben – mit drei Jahren Vorbereitung – die Hanseraumkonferenz HAKO ausgerichtet. Unter dem Motto „360° – nachhaltig anders“ luden die Stader Wirtschaftsjunioren traditionsgemäß am Himmelfahrtswochenende ihre Kollegen aus allen nördlichen Bundesländern nach Stade. Einer angeregten Podiumsdiskussion folgten spannende Gespräche und Vorträge.

Schnell wurde deutlich, dass die Schonung von Ressourcen, das  soziale Miteinander im Betrieb und der Gedanke an nachfolgende Generationen schon fest in den Köpfen vieler Führungskräfte verankert sind. Stades Bürgermeis-terin Silvia Nieber sah den „enormen gesellschaftlichen Fortschritt“ schon alleine darin, dass die Wirtschaftsjunioren den Aspekt Nachhaltigkeit zum Konferenzmotto erhoben hatten. „Das wäre vor 30 bis 40 Jahren gar nicht denkbar gewesen.“ Nieber hat in ihrem Vortrag zum Kohlekraftwerk Stade Stellung bezogen. Es sei ein modernes Kraftwerk, als Brückentechnologie und wegen des Einsatzes von Gas als Energielieferant in Ordnung.

Das Stichwort Energie griff auch der Europaabgeordnete und Niedersachse David McAllister auf. Die europäische EnergieUnion bezeichnete er als zentrales Thema der nächsten Jahre. Europa fühle sich der Nachhaltigkeit verpflichtet und mache mehr als andere Kontinente, sagte McAllister. Als IHK-Chefin Maike Bielfeldt von einem neuen runden Tisch zum Thema Energie berichtete, sagte McAllister, er halte viel von runden Tischen, aber manchmal müssten auch kantige Entscheidungen getroffen werden. Es gehe nicht an, dass die Windenergie aus dem Norden nicht in den Süden geschafft werden könne.

„Die Organisation der Hako hat sich gelohnt“, lautet das Fazit von Arnd Becker, der in den letzten Tagen als Konferenzdirektor unterwegs war. „Die Workshops wurden insgesamt sehr gut angenommen“, so Beckers Bilanz. Er übergab das Staffelholz der Hako an Jörg Schröder aus Schwerin, wo die nächste Hako zum Treffen einlädt. Dann können die Stader Wirtschaftsjunioren als Gäste anreisen und die Angebote gelassen genießen. ief