AGA Unternehmensverband: PolitikZeit mit Bürgermeister Dr. Carsten Sieling

Foto: Ulrich PerreyBürgermeister Dr. Carsten Sieling bei der PolitikZeit von Wirtschaftsforum und AGA || Foto: Ulrich Perrey

„Die Chemie im Norden stimmt“.

Vor mehr als 100 Gästen des konsularischen Korps, der Kaufmannschaft sowie aus Politik und Medien hat der Bremer Bürgermeister Dr. Carsten Sieling am 4. Mai 2017 bei der PolitikZeit, die das Wirtschaftsforum Hamburg und der AGA Unternehmensverband erstmals gemeinsam in den Räumlichkeiten der Commerzbank AG ausgerichtet haben, die Zusammenarbeit im Norden gelobt.

„Zwar ringen die norddeutschen Staaten immer wieder um die Vorherrschaft. Aber das Miteinander wird nicht aus den Augen verloren. Die Chemie zwischen den Ländern und deren Ministerpräsidenten stimmt. Dabei ist das gemeinsame Parteibuch gar nicht so entscheidend.“

sagte der Bürgermeister bei der Veranstaltung.

Auch schon vorher habe es mit anderen Ministerpräsidenten wie David McAllister in Niedersachsen oder Peter Harry Carstensen in Schleswig-Holstein ein gutes Einvernehmen gegeben. Bürgermeister Sieling mahnte im Gespräch mit Staatsrat a. D. Wolfgang Prill eine koordiniertere Hafenpolitik an:

„Es wäre besser gewesen, wenn Hamburg sich beim Jade-Weser-Port länger engagiert hätte und nicht 2002 ausgestiegen wäre. Unsere Konkurrenten heißen Antwerpen und Rotterdam. Deswegen brauchen wir eine deutsche Hafenpolitik. Dieser Schritt muss in den nächsten Jahren erfolgen.“

AGA-Präsident Dr. Hans Fabian Kruse betonte in seiner Begrüßung, dass Bremen und Hamburg die vielen wichtigen norddeutschen Herausforderungen nur gemeinsam bewältigen könnten, Beispiel Transport und Verkehr: „Ob Fahrrinnenanpassung im Großen oder Erreichbarkeit unserer Kunden durch abgestimmte Planung, Baustellen- und Staumanagement im betrieblichen Alltag. Hier drückt uns allen der Schuh und wir haben alle die Folgen zu tragen.“

Darüber hinaus sprach Dr. Kruse das „Megathema“ Bildung und Ausbildung an: „Ein Schulabschluss sollte zum selben Kompetenzerwerb führen. Egal, ob dieser in Bremen, Hamburg, oder einem anderen Bundesland erworben wurde. Unternehmen verlassen sich darauf, dass angehende Auszubildende über vergleichbare Kompetenzen verfügen, unabhängig davon, wo sie zur Schule gegangen sind. Unternehmen müssen sich auf eine einheitlich gute Qualität der Schulen als Vorbereitung auf die Ausbildung verlassen können. Auch Gastschulprobleme sind eigentlich nur eine Folge mittelalterlicher Stadt- bzw. Staatsgrenzen.

AGA-Hauptgeschäftsführer Volker Tschirch dankte dem Hausherrn, Thomas Bothe, Niederlassungsleiter Mittelstand Hamburg, Mitglied der Geschäftsleitung Nord der Commerzbank AG, und lobte die Premiere der Zusammenarbeit zwischen dem Wirtschaftsforum Hamburg und dem AGA Unternehmensverband.