Blumen raus – „Kinderzimmer“ rein!

Foto: wphDas Hybridhouse in Wilhelmsburg wird Tagesstätte || Foto: wph

Hybridhouse in Wilhelmsburg wird Tagesstätte.

Neuer Mieter im „Hybrid House Hamburg“ in der Neuen Mitte Wilhelmsburgwir d der Kindertagesstätten-Anbieter KMK Kinderzimmer. Im Erdgeschoss des ehemaligen Infocenters der internationalen gartenschau (igs) entsteht auf etwa 600 Quadratmetern ein modernes pädagogisches Konzept für Kinder im Alter ab sechs Monaten. Sobald die Genehmigung der Baubehörde vorliegt, beginnen ab Sommer 2016 die dazu notwendigen Umbaumaßnahmen. Die Eröffnung der
Kindertagesstätte findet voraussichtlich im Herbst/Winter 2016 statt, womit der stark expandierende Kita-Betreiber erstmals südlich der Elbe vertreten sein wird.

„Die offengestaltete und lichtdurchflutete Erdgeschossfläche passt hervorragend zu unserem Spiel-, Lern- und Betreuungskonzept. Zudem liegt die Kita nur wenige Meter vom weitläufigen Inselpark entfernt, sodass wir hier ideale Bedingungen vorfinden. Deshalb freuen wir uns sehr auf den neuen Standort“,

begründet Melf Kruse, Geschäftsführer der KMK Kinderzimmer, die Entscheidung. Interessierte Eltern können sich bereits jetzt für einen der begehrten Plätze über die Homepage vormerken lassen.

Ein  besonderes Haus

Realisiert wurde das als Green Building von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnete, etwa 2.000 Quadratmeter umfassende Gebäude als Gemeinschaftsprojekt
der wph Wohnbau und Projektentwicklung Hamburg GmbH und Otto Wulff Bauunternehmung im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA Hamburg 2013). Das „Hybrid House Hamburg“ ist das erste Objekt der „Bauausstellung in der Bauausstellung“, in der die IBA Häuser der Zukunft vorstellte. Bis Ende 2014 diente die Immobilie der igs als Verwaltungsgebäude und bietet jetzt, wo sich das Quartier zunehmend zu einem attraktiven Wohn- und Arbeitsstandort nahe der Hamburger City entwickelt, kleinteilige Büroflächen zwischen 125 und 135 Quadratmetern für Dienstleister und Gewerbetreibende.

„Die flexible Bauart erweist sich als großer Vorteil, denn dadurch sind wir in der Lage, auf die immer kürzer werdenden Nutzungszyklen und unterschiedlichen Bedürfnisse der Mieter zu reagieren, so dass wir gute Chancen sehen, die Büroflächen zeitnah zu vermieten“,

erläutert Simon Vollmer, Geschäftsführer der wph.

Wilhelmsburg wächst bis 2023 weiter

Die vielversprechende Situation wird außerdem durch den Ende 2015 entschiedenen städtebaulichen Wettbewerb „Wohnen für alle – mitten in Wilhelmsburg“ begünstigt, wonach bis zum Jahr 2023 etwa 1.400 neue Wohnungen und über 35 000 Quadratmeter neue Gewerbeflächen, davon 1.300 Quadratmeter für Büronutzung, sowie soziale Einrichtungen entlang der derzeitigen Wilhelmsburger Reichsstraße, errichtet werden sollen. Damit entsteht ein mehrere Kilometer langer Grünzug vom Inselpark über den Rathaussee bis zum Assmannkanal und neue und alte Mitte Wilhelmsburg wachsen zusammen.