Das war es dann wohl für die Y-Trasse . . .

Foto: Stadt BuchholzEr atmet auf: Für den Buchholzer Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse ist das Aus der Y-Trasse eine gute Nachricht. (Foto: Stadt Buchholz)

Dialogforum Schiene Nord entscheidet sich mit großer Mehrheit für den bedarfsgerechten Ausbau von Bestandsstrecken.

„Die Y-Trasse ist tot, es lebe die Alpha-Variante E.“ Auf diesen Nenner lässt sich die jüngst in Celle verabschiedete Erklärung des Dialogforums Schiene Nord bringen. Die große Mehrheit der Forums-Teilnehmer hat sich mit der Unterzeichnung der Abschlusserklärung für die Alpha-Variante E gegen den Neubau und für den bedarfsgerechten Ausbau bestehender Strecken ausgesprochen. Danach sollen zur Entlastung des Hamburger Hafenhinterlandverkehrs die Kapazitäten der Bestandsstrecken Lüneburg-Uelzen, Stendal-Langwedel (sogenannte Amerikalinie) und Rotenburg-Minden erweitert werden. Das teilt die Stadt Buchholz mit.

„Bund, Land und Bahn machen sich diese Variante zu eigen“,

freut sich Buchholz‘ Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse. Alle anderen Vorschläge – und damit auch die Buchholz betreffenden Ideen um zweigleisigen Ausbau der Heidebahn sowie der sogenannten Breimeier Trasse – sind damit vom Tisch. Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies lässt daran keinen Zweifel, wie Röhse zitiert:

„‚Wir werden die Alpha E Variante zum Bundesverkehrswegeplan anmelden – und nur diese.‘ Alle weiteren Varianten sind für Niedersachsen nicht mehr relevant. Der Parlamentarische Staatssekretär aus dem Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, äußerte sich ebenfalls ganz eindeutig: ‚Wir werden die Alpha E Variante in den Bundesverkehrswegeplan aufnehmen – und nur diese‘. Auch der Vertreter der Bahn bestätigte zur Freude der allermeisten Teilnehmer, dass die Bahn diese Trasse umsetzen will und keine andere. Das ‚Y‘ ist tot.“

„Die Diskussion hat mit einem guten Ergebnis für Buchholz geendet“, bilanziert Röhse. Die heftig umstrittene Y-Trasse ist ein Verkehrsprojekt, das seit vielen Jahren diskutiert wurde. Hintergrund: Über den Schienenverkehr sollen vor allem Güter aus dem Hamburger Hafen abtransportiert beziehungsweise Richtung Hafen geliefert werden. Der Hinterlandverkehr ist ein Punkt, der aus in Hamburg beständig auf der Agenda der Wirtschaftsbehörde steht.