IHK Lüneburg-Wolfsburg: Zusammenarbeit mit IHK Braunschweig ausweiten

Foto: IHK Lüneburg-Wolfsburg

Sondierungsgespräche über eine vertiefte Zusammenarbeit.

Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg hat sich auf ihrer gestrigen Sitzung für eine Ausweitung der Kooperation mit der IHK Braunschweig ausgesprochen. Sie beauftragte Präsidium und Geschäftsführung damit, Sondierungsgespräche über eine vertiefte Zusammenarbeit mit der IHK Braunschweig zu führen und der Vollversammlung darüber zu berichten.

Nach intensiver Diskussion einigte sich das Plenum auf diesen Beschluss und folgte einer von der Arbeitsgruppe Kooperation erarbeiteten Beschlussempfehlung damit nur zum Teil. Eine Fusion beider Kammern wird nicht mehr angestrebt.


Ziel der Sondierungsgespräche soll sein, Aktionsfelder für eine vertiefte Zusammenarbeit zu ermitteln und in ihren Auswirkungen auf das Leistungsvermögen, die Strukturen und Finanzen zu beschreiben. Die IHK Lüneburg-Wolfsburg soll offen bleiben für die Weiterentwicklung der Kooperationsbeziehungen auch zu anderen Industrie- und Handelskammern.

„Uns geht es darum, den Bedürfnissen unserer Mitglieder in beiden IHK-Bezirken noch besser gerecht werden zu können und das funktioniert nur, wenn man miteinander reden und schauen kann, wo sind wir gemeinsam besser“,

sagte IHK-Präsident Olaf Kahle. Er freue sich darauf, diese Gespräche jetzt führen zu können, vor allem vor dem Hintergrund von gemeinsamen Herausforderungen wie Fachkräftesicherung, Digitalisierung, dem komplexer werdenden Prüfungswesen und damit einhergehend der Sicherung des ehrenamtlichen Engagements. Auch aus Braunschweig habe er im Vorfeld Gesprächsoffenheit für eine Intensivierung der Zusammenarbeit signalisiert bekommen, erklärte Kahle.

„Wir haben in der Arbeitsgruppe intensiv diskutiert und einige Ansätze erarbeitet, die wir jetzt genauer prüfen dürfen. Das ist ein Kompromiss, der den sehr unterschiedlichen Anforderungen der Regionen unseres IHK-Bezirks gerecht wird. Und ich bin sehr froh, dass sich unsere Ehrenamtlichen mehrheitlich für diesen Beschluss ausgesprochen hat.“

Hintergrund: Die Vollversammlung der IHK Lüneburg-Wolfsburg hatte im März beschlossen, die Sondierungsgespräche mit der IHK Braunschweig zu stoppen, um in einer internen Arbeitsgruppe von Vollversammlungsvertretern zu diskutieren, welche Herausforderungen in der IHK-Organisation bis zum Jahr 2030 zu bewältigen sind, wo eine gemeinsame Herangehensweise sinnvoll und welche Form der Zusammenarbeit dafür die richtige ist. Dreimal traf die Arbeitsgruppe zusammen und stellte ihre Beschlussempfehlung, die das Modell der Konföderation favorisierte, nun der Vollversammlung vor.