Mariahilf – Ab 2017 die Geburtsklinik im Hamburger Süden

MariahilfAb dem 01. Januar 2017 ist die HELIOS Mariahilf Klinik Hamburg die einzige Geburtsklinik südlich der Elbe || Foto: Mariahilf Klinik

Mutter-Kind Schwerpunkt wird ausgebaut.

Ab dem 01. Januar 2017 ist die Helios Mariahilf Klinik Hamburg die einzige Geburtsklinik südlich der Elbe. Zum  01. Juli wird zudem die Notaufnahme auf  Kinder sowie Frauen mit gynäkologischen Beschwerden spezialisiert. Damit setzt die Klinik eine gemeinsam mit der zuständigen Gesundheitsbehörde getroffene Entscheidung um.

„Diese Neuordnung der Geburtenversorgung nutzen wir! Wir bauen unseren ohnehin bestehenden Mutter-Kind-Schwerpunkt noch weiter aus – und das machen wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitern“,


erklärt Ulrike Kömpe, Geschäftsführerin der Helios Mariahilf Klinik Hamburg.

Im September 2016 hatte die Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) gemeinsam mit den betroffenen Kliniken entschieden, sowohl die Geburten- als auch die Notfallversorgung im Süderelberaum neu zu strukturieren, um diese zu verbessern. Mit dem Jahreswechsel – ein halbes Jahr früher als ursprünglich geplant – übernimmt Mariahilf alle Geburten der Asklepios Klinik Harburg, die ihre Entbindungsstation parallel schließt.

„Künftig rechnen wir mit über 2.000 Geburten pro Jahr und darauf sind wir auch jetzt schon vorbereitet“,

so Kömpe. Mariahilf begegnet den Neuerungen mit strukturellen und personellen Anpassungen. Schon jetzt wurden drei zusätzliche Ärzte, fünf Hebammen und drei Pflegekräfte für den Kreißsaal und die Geburtenstation eingestellt. Insgesamt wird es je nach Entwicklung der Geburtenzahlen 15 Neueinstellungen geben, darunter auch eine neue Chefärztin für die Geburtshilfe. Darüber hinaus bleiben alle bestehenden Fachabteilungen personell voll erhalten.

 Maßnahmen und Kosten

„In jedem Fall schaffen wir zum Herbst 2017 ein viertes Familienzimmer sowie ein weiteres Wehenzimmer. Eventuell benötigen wir zudem einen zusätzlichen Kreißsaal – bisher sind es fünf. In diesem Zuge ist auch die Einrichtung eines Hebammen-Kreißsaals möglich.“,

beschreibt Kömpe einen Teil der Maßnahmen. Hierunter fallen auch die gynäkologischen Untersuchungsmöglichkeiten, die bis zum 01. Juli 2017 in der Notaufnahme von Mariahilf geschaffen werden. Die Investitionskosten liegen insgesamt im einstelligen Millionenbereich und sind durch die BGV bereits beim Krankenhausstrukturfond beantragt.

Ziel: Eine höhere Versorgungsstufe für Früh- und Neugeborene

Mittelfristig strebt Mariahilf aufbauend auf den Neuerungen an, zum Perinatalzentrum Level 1 zu werden, also eine höhere Versorgungsstufe für Früh- und Neugeborene  zu erreichen. Davon profitieren Schwangere im Hamburger Süden und Umland deutlich. Kömpe betont:

„Natürlich stellt die Neuordnung für uns eine strategische Herausforderung dar. Vor allem ist sie aber eine Chance, uns auf das zu konzentrieren, was Mariahilf schon immer ausmacht: Geburten und Kinder.“