Neuplanung Neuländer Quarree

CDU und SPD verhandeln über Konzept des Projekts.

Die Spitzen der Harburger Koalitionsfraktionen haben mit der Geschäftsführung der CG-Gruppe, die neuer Eigentümer und Investor für das Neuländer Quarree ist, umfangreiche Verhandlungen darüber geführt, wie ein wirtschaftlich vertretbares und städtebaulich optimiertes Konzept realisiert werden kann, welches bedarfsorientiert ist und die Gesamtentwicklung des Harburger Binnenhafens optimiert und vervollständigt.

Wie die Fraktionsvorsitzenden Jürgen Heimath und Ralf-Dieter Fischer dazu erklärten, ist man sehr schnell darüber einig geworden, dass der auf Basis des Bebauungsplans Harburg 62 von den vormaligen Eigentümern und von der Harburger Verwaltung entwickelte Funktionsplan unter Berücksichtigung moderner städtebaulicher Aspekte ungeeignet ist. Insoweit besteht auch in den Fraktionen darüber Einvernehmen, dass zum einen der Bebauungsplan Harburg 62 vollständig überarbeitet und daraus auch ein neuer aktueller Funktionsplan erstellt werden muss.

Der erste Entwurf einer neuen Masterplanung sieht auch weiterhin eine Mischung von Gewerbe (Einzelhandel, Gastronomie, Kita, Technologie, Büros, Boarding) sowie Hotel und Wohnungen vor. Das Volumen wird sich gegenüber früheren Planungen insgesamt nicht verändern. Allerdings wird es zu Veränderungen bei der Anordnung von Baukörpern kommen müssen. Das bisher am Westende unmittelbar neben der Brücke über den östlichen Bahnhofskanal geplante Wohnhochhaus wird zweckmäßigerweise mehr in die Mitte des Gesamtgrundstücks gerückt werden. Das Gelände soll sich zur Wasserfläche hin mit großzügigen Freitreppen öffnen. Die Gewerbeflächen sollen nicht ausschließlich eine Abschirmungskante beschreiben, sondern sich gleichfalls zum sonstigen Plangebiet hin öffnen und Bewohner und Nutzer zukünftig angemessen einbeziehen.

Die bisher entwickelten neuen Vorstellungen, die noch mit dem Oberbaudirektor abgestimmt werden müssen, sollen nach Ansicht der Koalitionsfraktionen in einen neuen Bebauungsplan münden, der noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden soll. Unter dieser Voraussetzung könnte ein Baubeginn im dritten Quartal 2019 und ein Fertigstellungstermin für das Gesamtprojekt im vierten Quartal 2022 erreicht werden.

Wichtig ist den Koalitionsfraktionen dabei, dass zum einen ein solventer Investor gefunden ist, der auch garantiert, dass das Gesamtprojekt zusammenhängend entwickelt und gebaut wird. Dadurch wird die bisherige Sorge beseitigt, dass lediglich Teilbereiche errichtet werden und im Übrigen Brachflächen verbleiben.

Letztlich geht die Koalition auch davon aus, dass durch die Umplanungen insbesondere im Bereich des östlichen Bahnhofskanals ein Freizeit- und Erlebnisraum entsteht, der auch die Wasserflächen erlebbar macht. Dazu ist selbstverständlich erforderlich, dass die bisherigen Belastungen des Bahnhofskanals beseitigt werden.

Neuländer Quarree Masterplan