Öko-Power für das Mercedes Werk Hamburg

Das symbolische Stecker-Foto im neuen Blockheizkraftwerk bei Mercedes in Harburg-Bostelbek (von links): Bernd Wanner (Projektverantwortlicher), Werkleiter Wolfgang Lenz, Annegret Fitz (Projektleitung), Umweltsenator Jens Kerstan und der stellvertretende Betriebsratschef Torsten Ahrens. Foto: Wolfgang Becker

Umweltsenator Jens Kerstan und Werkleiter Wolfgang Lenz weihen neues Blockheizkraftwerk ein.

Zwei Mal zwölf Zylinder – das ist auch für Mercedes-Verhältnisse eine Hausnummer. Nur, dass es hier nicht etwa um Auto-Antriebe, sondern um zwei gasbetriebene Motoren von MTU geht: das Doppelherz des neues Blockheizkraftwerks, das Wolfgang Lenz, Leiter des Werks Hamburg, und Umweltsenator Jens Kerstan jetzt eingeweiht haben. Die neue Anlage hat 5,7 Millionen Euro gekostet und produziert 30 Prozent des Wärmebedarfs sowie 15 bis 18 Prozent des Strombedarfs vor Ort (bis zu 14 000 Megawattstunden pro Jahr). Aber das Wichtigste: Sie spart 5000 Tonnen CO2 pro Jahr ein.

Das beachtliche Investment ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie, mit der Daimler aktiv auf dem Fahrzeugmarkt wirbt. Werkleiter Lenz erläuterte das Zukunftsbild des Autoherstellers und betonte die starke Rolle, die das Werk Hamburg (gut 2500 Mitarbeiter) beispielsweise bei der Produktion von Elektroantrieben einnehmen wird. Der Standort Harburg ist damit im Reigen der reinen Komponentenwerke hervorragend aufgestellt.

Umweltsenator Kerstan: „Es wird oft vergessen, dass Hamburg einer der größten Industriestandorte Deutschlands ist. Umso mehr freue ich mich, dass das Mercedes-Werk gerade beim Ausbau der Elektromobilität eine so große Rolle spielt.“

Am Rande der kleinen Eröffnungsveranstaltung, an der Planer und Projektteams beteiligt waren, erinnerte sich der stellvertreten de Betriebsratschef Torsten Ahrens mit einem Augenzwinkern daran, dass Ökologie schon früher ein ganz konkretes Thema war: „Vor etwa 20 Jahren hatten wir hier zwei Dutzend Schafe, die frei auf dem Werksgelände herumliefen, um die Rasenflächen kurz zuhalten . . .“ Heute werden Besucher am Werkseingang von einer extra angelegten Wildblumenwiese begrüßt – und ein paar Meter weiter natürlich vom neuen Schornstein des Blockheizkraftwerks.  wb