Sparkasse Lüneburg nimmt das Jahr 2025 ins Visier

Auf dem Weg in die Zukunft: Der neue Vorsitzende des Vorstandes Thomas Piehl (rechts) und sein Vorstandskollege Torsten Schrell. Foto: SK Lüneburg

Zinsen runter, Provisionen rauf – Kundenverbindungen sind das Kapital der Zukunft

Die Sparkasse Lüneburg bricht auf in die Zukunft und entwickelt derzeit ein Zielbild für das Jahr 2025. Hintergrund ist auch die perspektivisch anhaltende Niedrigzinsphase, die branchenweit zu teils stark rückläufigen Zinserträgen führt und damit automatisch den Blick auf das Provisionsgeschäft lenkt. Da niedrige Zinsen verstärkte Bauaktivitäten nach sich ziehen, ist deshalb das Immobiliengeschäft ein starkes Standbein – auch für die Sparkasse Lüneburg. Da trifft es sich gut, dass die Hansestadt an der Ilmenau eine positive Wachstumsperspektive hat. In den kommenden Jahren wird die Einwohnerzahl steigen. Wenn die Politik alles richtig macht, kann sich Lüneburg positiv entwickeln. Die Sparkasse Lüneburg setzt genau auf diesen Trend und investiert stark in nachhaltige Kundenverbindungen und die Expertise der eigenen Mitarbeiter, die gern auch über den eigentlichen Wirkungskreis der Sparkasse hinaus tätig sein dürfen, die der neue Vorstandsvorsitzende, Thomas Piehl, jetzt bestätigte. Die Sparkasse Lüneburg verstehe sich als Akteurin in der Metropolregion Hamburg.

Fundament für das Zielbild 2025 ist die erfolgreiche und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Kunden, die sich auch in 2015 in guten geschäftlichen Ergebnissen widerspiegelt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Sparkasse ihre Rentabilität stabilisieren und den Wachstumskurs fortsetzen. Mit den guten Ergebnissen im Rücken will die Sparkasse ihre Marktführerschaft in allen Kundensegmenten weiter ausbauen. Hierzu wird in den kommenden Jahren gezielt in die Stärkung der Filialen, in die Kompetenz der Mitarbeiter sowie in den Ausbau der digitalen Angebote investiert.


Ansätze mit Wachstumspotenzial

In 2016 und 2017 investiert die Sparkasse Lüneburg in fünf attraktive Filialstandorte, die Mittelstandskunden profitieren von einer deutlichen Stärkung der Kompetenz im internationalen Geschäft, und im Bereich Private Banking hat die Sparkasse ein ganzheitliches Konzept für Heilberufe entwickelt, die von einem eigenen Beratungsteam Heilberufe betreut werden. Auch im Immobiliengeschäft investiert die Sparkasse Lüneburg in das große Wachstumspotenzial und stärkt ihre Rolle als aktiver Akteur der Immobilienwirtschaft. Alle Kundengruppen profitieren zudem von einem weiteren Ausbau der digitalen Angebote. Schon heute nutzen mehr als 40 000 Kunden der Sparkasse Lüneburg Online-Banking, rund 10 000 Kunden nutzen die Sparkassen-App und es werden täglich mehr. Deshalb investiert die Sparkasse Lüneburg neben Services wie der neuen Internet-Filiale 6.0 unter anderem in das Bezahlverfahren paydirekt, mit dem Käufer und Verkäufer ihre Transaktionen im Internet einfach und unkompliziert abwickeln können.

Auch personell gibt es Neuerungen

Seit dem 1. Juli 2016 hat die Sparkasse Lüneburg ein neues Vorstands-Team. Das bisherige Mitglied des Vorstandes Thomas Piehl übernahm den Vorsitz der Sparkasse Lüneburg. Bereits seit dem 1. April an Bord, komplettiert sein neuer Vorstandskollege Torsten Schrell die Geschäftsleitung als Mitglied des Vorstandes. Gemeinsam möchte das neue Vorstands-Team den erfolgreichen Wachstumskurs der Sparkasse Lüneburg verstärken und setzt dabei trotz aktueller Herausforderungen wie der Niedrigzinsphase auf Konstanz und Stärke. Thomas Piehl: „Wir sehen das aktuelle Marktumfeld als Herausforderung. Es fordert uns. Und zwar zu neuen unternehmerischen Ideen, Ansätzen und Konzepten.“

Beide bekräftigen unisono: „Wir wollen mit Stärke gemeinsam mit unseren Mitarbeitern die Sparkasse Lüneburg 2025 gestalten. Dies tun wir unter der Überschrift ‚Von der Institution zum Kundenprofi‘. Der Kunde wird im Mittelpunkt all unserer Überlegungen stehen. Als Partner in allen Lebenslagen sind wir anders und besser und profilieren uns für die Menschen in unserer Region als Hausbank und Kompetenzanbieter. Vielfältiger Gestaltungsspielraum, unternehmerische Führung und sichere Arbeitsplätze sind aber nur bei unabhängigem wirtschaftlichem Erfolg möglich. Deshalb streben wir mit unserem auf den Kunden fokussierten Geschäftsmodell die unabhängige unternehmerische Führung aus der Region an. Wir wollen das ideale Kreditinstitut innerhalb der Metropolregion Hamburg sein. Das Ziel sind gut 500 sichere Arbeitsplätze in einer wachsenden Sparkasse innerhalb einer chancenreichen Region.“

Fusion? Nicht ausgeschlossen, aber . . .

Es ist erst ein paar Jahre her, da scheiterte die weit vorangetriebene Fusion der Sparkasse Lüneburg mit der Sparkasse Harburg-Buxtehude auf der Zielgeraden. Im Gegensatz zu damals ist der Handlungsdruck in Lüneburg aufgrund der guten Geschäftsentwicklung gewichen, wie Thomas Piehl auf B&P-Nachfrage bestätigte. Da aber ähnlich wie in anderen Branchen aufgrund der Digitalisierung zunehmend starke Herausforderungen auf einen klassischen Sparkassenbetrieb zukommen, schließt er eine Vergrößerung des Wirkungskreises nicht grundsätzlich aus. Piehl: „Wir haben heute eine Größe, bei der derzeit kein Fusionsbedarf besteht. Das können wir heute so sagen. Dennoch können wir dieses Thema auch nicht völlig ignorieren. Für den Fall, dass sich eine Fusion anbahnen sollte, müsste allerdings feststehen, dass der Geschäftssitz Lüneburg ist. Das wäre für mich eine Grundvoraussetzung. Von unserer Seite gibt es jedoch keinerlei Aktivitäten zu diesem Thema.“