TU Hamburg-Harburg: 10 000 Euro für die besten der Besten

Preisverleihung TUHHDen Preis für die beste Dissertation nahm Jan Marek Marcinczak (Mitte) entgegen. Ihm gratulierten (von links): Wolfgang Bay (SICK AG), TUHH-Präsident Prof. Garabed Antranikian, Franz Bausch (SICK AG), TUHH-Vizepräsident Forschung Prof. Andreas Timm-Giel und TUHH-Professor Rolf-Rainer Grigat. Foto: TUHH/Brinkmann

SICK-Förderpreis geht an drei junge Nachwuchswissenschaftler.

Zum zweiten Mal ist jetzt der SICK-Förderpreis an drei Nachwuchswissenschaftler der Technischen Universität Hamburg (TUHH) verliehen. Den mit 10 000 Euro dotierten Förderpreis für herausragende Arbeiten zum Thema: „Technisch-wissenschaftlicher Fortschritt zum Vorteil von Mensch und Gesellschaft“ stiftet die Mäzenin Renate Sick-Glaser, Tochter von Dr. Erwin Sick, Gründer der SICK AG in Waldkirch. Im Beisein von TUHH-Präsident Professor Garabed Antranikian zeichnete Franz Bausch, Vorstand der SICK-Stiftungs GmbH, die Preisträger Dr. Jan Marek Marcinczak, Regina Cheung und Oliver Kunc aus. Die Dissertation wurde mit 6000 Euro bedacht, zwei Masterarbeiten mit jeweils 2000 Euro. Rund 60 Gäste nahmen an der feierlichen Verleihung der Preise im Studentischen Lern- und Kommunikationszentrum im Hauptgebäude der TUHH in Harburg teil. Franz Bausch: „Die Preise sollen ein Ansporn sein und junge Menschen motivieren, technischen Fortschritt aktiv mitzugestalten.“

Den mit 6000 Euro dotierten Preis für die beste Dissertation nahm Jan Marek Marcinczak entgegen. Seine Arbeit trägt den Titel „Image Analysis of Mini-Laparoscopic Sequences for Computer Aided Diagnosis of Liver Cirrhosis“. „Die Dissertation von Jan Marek Marcinczak ist meines Erachtens sowohl hinsichtlich grundlegender wissenschaftlicher Erkenntnisse als auch das klinischen Anwendungspotential betreffend hervorragend“, lobte TUHH-Professor Rolf-Rainer Grigat, Leiter der TUHH-Arbeitsgruppe Bildverarbeitungssysteme, die Arbeit des Preisträgers. Die Mini-Laparoskopie ist ein minimal invasives Verfahren, welches in der inneren Medizin zur Untersuchung des Bauchraumes eingesetzt wird. Üblicherweise werden zur Bestimmung einer Leberzirrhose – dem Endstadium chronischer Leberkrankheiten – kleine Mengen von Gewebe mit speziell hohlen Nadeln aus der Leber entnommen und diagnostiziert. Marcinczak ist es gelungen, die Entwicklung von Leberzirrhose anhand der räumlichen Oberflächenstruktur der Leber zu bestimmen. Die dafür notwendigen Videoaufnahmen werden mittels einer sogenannten Mini-Laparoskopie (Bauchspiegelung) während eines minimal invasiven Eingriffs mit Endoskopen von 1,9 bis 3,5 Millimetern Durchmesser aufgenommen.


Regina Cheung nahm den Preis für ihre im Bereich der Logistik, Infrastruktur und Mobilität angesiedelte Masterarbeit mit dem Titel „Konzepte zur Analyse der Arbeitsproduktivität mit der Microsoft Kintect“ entgegen. Die zweite ausgezeichnete Masterarbeit verfasste Oliver Kunc. Sie trägt den Titel: „Integriertes Messsystem zur kontinuierlichen Blutdruckmessung mithilfe der Pulswellenlaufzeitmethode“.

Drei Preisträger

Strahlende Preisträger: Oliver Kunc (links), Regina Cheung und Jan Marek Marcinczak. Foto: TUHH/Brinkmann