Wir schaffen das – aber nur zusammen!

Bundeskanzlerin Angela Merkel traf in Berlin auf Unternehmer, die sich besonders für die Flüchtlingsintegration engagieren - unter anderem dabei: Christoph Birkel, Geschäftsführer des hit-Technoparks.

Thema Flüchtlingsintegration: Christoph Birkel (hit-Technopark) trifft Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Informationen aus erster Hand über den aktuellen Status der Flüchtlingsintegration in deutschen Unternehmen erhielt Bundeskanzlerin Angela Merkel jetzt  in Berlin. Sie hatte die Mitglieder des Netzwerks „Wir zusammen“ ins Kanzleramt geladen, um sich ein Bild über die Aktivitäten und das Engagement der Unternehmen insbesondere bei Ausbildung und Beschäftigung von Flüchtlingen zu machen. Mit dabei: Christoph Birkel von der gemeinnützigen Open Arms GmbH in Harburg. Der Geschäftsführer des hit-Technoparks hatte sich auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle für die Integration starkgemacht und dafür gesorgt, dass unter dem Dach des Technoparks die Open Arms GmbH an den Start gehen konnte. Birkel finanziert eine volle Stelle, stellt Räume zur Verfügung und ist ein überzeugter Verfechter der „Wir schaffen das“-These. Den Zustrom von überwiegend jüngeren Menschen bezeichnete er in Business & People als Geschenk für die Volkswirtschaft Deutschland, der im demografischen Wandel der Nachwuchs von Fachkräften abhanden zu kommen drohe.

Als Diskussionsgrundlage für das Treffen bei der Kanzlerin diente unter anderem die Studie „Flüchtlinge erfolgreich integrieren – Chancen und Herausforderungen für unternehmerisches Engagement“, die „Wir zusammen“ gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Roland Berger durchgeführt hat und zeitgleich veröffentlichte.

„Wir freuen uns sehr, dass wir die Chance haben, Bundeskanzlerin Angela Merkel über unsere Aktivitäten persönlich zu informieren“, sagte Ralph Dommermuth, Initiator von „Wir zusammen“, beim Kanzler-Termin. „Wir haben in dem halben Jahr seit unserer Gründung schon viel erreicht. Mit über 120 Unternehmen konnten wir unsere Mitgliederzahl mehr als verdreifachen. Viele neue Projekte wurden ins Leben gerufen. Stand ursprünglich die Unterstützung der Erstaufnahme der Neuankömmlinge im Vordergrund, so hat sich zwischenzeitlich der Schwerpunkt unserer Arbeit zunehmend verändert: In der zweiten Phase steht die Integration in die Arbeitswelt im Fokus. Jetzt geht es darum, die Unternehmen zu motivieren, die noch nicht aktiv sind. Denn wir alle wissen, dass wir weitere Unterstützer aus der deutschen Wirtschaft brauchen, um die Integration langfristig zum Erfolg zu führen.“

Zahlreiche Initiativen zur beruflichen Integration haben die „Wir zusammen“ Mitglieder in der kurzen Zeit bereits gestartet. Auf diese Weise konnten rund 3800 Praktika vermittelt und mehr als 750 Ausbildungsplätze geschaffen werden. 490 Flüchtlinge erhielten Festanstellungen.