Harburg – das Südtor nach Hamburg

Der mächtige schwarze Tresen ist eine Dauerleihgabe. Jetzt steht er in der Hölertwiete 6 im Empfangsbereich der neuen Harburg-Info, des Citymanagements und des BID Sand/Hölertwiete. Auf dem Foto: Citymanagerin Melanie-Gitte Lansmann und der Vorsitzende von Citymanagement Harburg e.V., Bernd Meyer.

Standort-Marketing: Citymanagement mit neuem Topstandort – Tourismus wird zunehmend zum Thema.

Die Wikinger kamen von Norden und eroberten Hamburg. Das war 845, und von Hamburg existierte damals eigentlich nur die Hammaburg. Die Harburger kommen von Süden und wollen Hamburg ebenfalls erobern – und zwar touristisch im Jahr 2017. Mit der Neuaufstellung des Citymanagements in der Hölertwiete 6 im Herzen Harburgs soll das Thema Tourismus eine neue Rolle spielen, wie der Vorsitzende Bernd Meyer und Citymanagerin Melanie-Gitte Lansmann ankündigen. Harburg ist dabei sicherlich erst auf den zweiten Blick auch ein touristisches Ziel, erfüllt aber eine wichtige Scharnierfunktion. Gelingt die touristische Etablierung der Harburg-Info, könnte sich in der Hölertwiete ein Südtor nach Hamburg entwickeln.

Tatsächlich gilt: Wer aus dem Süden der Metropolregion einen Besuch in der zweifellos hochattraktiven Hansestadt Hamburg machen möchte, muss irgendwie durch Harburg durch, zumindest aber dicht an Harburg vorbei. Und auch andersrum gilt: Wer von Hamburg aus beispielsweise die Lüneburger Heide, die Elbmarsch oder auch das Alte Land besuchen möchte, trifft zwangsläufig auf Harburg. Aus dieser günstigen Lage will das Citymanagement Synergien heben – in dem ehemaligen Ladengeschäft von Engel & Völkers wird eine „Harburg-Info“ eingerichtet, die Ratsuchenden aus beiden Richtungen den Weg weisen soll. Melanie-Gitte Lansmann: „Wir stehen bereits in Kontakt mit Hamburg Tourismus und wollen enger zusammenarbeiten. Nach Bergedorf wird Harburg der zweite Bezirk sein, der eine Tourismus-Anlaufstelle anbietet.“

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Die kleine, aber feine Fußgängerzone Hölertwiete wird im kommenden Jahr umgestaltet die Beete verschwinden, der Belag wird erneuert. Fotos: Wolfgang Becker

Lohnenswerte Ziele
Bernd Meyer betont, dass auch Harburg zweifellos etwas zu bieten hat. Kulturelle Einrichtungen wie das Archäologische Museum Hamburg und die Falckenberg-Sammlung seien hochattraktiv. Die Fischbeker Heide, die Wasserski-Anlage, der Außenmühlenpark und auch der Channel Hamburg böten darüber 
hinaus lohnenswerte Ziele für einen Tagesausflug. Bekannt sei auch das Hinterland in Niedersachsen mit dem Rosengarten, der Heide, der Elbmarsch und dem Alten Land. Beflügelt wird das Thema durch Kontakte zur HADAG, die gegebenenfalls eine Fährverbindung vom Harburger Hafen zu den Landungsbrücken anbieten könnte.

Die Harburg-Info, die am 1. Oktober an den Start geht, ist nur ein Thema, mit dem sich das Citymanagement befasst. Der Verein ist zugleich auch Träger des Business Improvement District (BID) Sand/
Hölertwiete und wird nach dem Umzug mitten im Geschehen zu finden sein. Meyer: „Einen besseren Standort gibt es nicht. Die Hölertwiete liegt genau in der Mitte Harburgs, und wir sind für Anlieger, Einzelhändler und Marktbeschicker jederzeit schnellstens erreichbar.“ Vor Ort werden mit Melanie-Gitte Lansmann und ihrer Assistentin Christine Sülau zwei vertraute Akteurinnen sitzen. Hinzu kommen Milena Chiodi, die auch auf einer halben Stelle für die Harburger Agentur Think about arbeitet, und Katharina Sinnigen, die das BID vorantreibt.

Für Bernd Meyer sind die Zeichen äußerst positiv: „Mit dem BID werden wir jetzt weitere Schritte zu einer Verbesserung des Quartiers gehen. Im ersten Schritt ging es dabei zunächst um den Sand. Doch durch weitere För­dergelder ist es uns jetzt möglich, auch die Hölertwiete zu verschönern. Das ist sehr erfreulich. Wenn dann noch bis 2019 der Neubau auf dem ehemaligen Blumenmarkt an der Neuen Straße steht, dann wird das hier ein richtig schickes Quartier. Ich bin da sehr zuversichtlich.“ wb

www.citymanagement-harburg.de