Harburgs Techno-Achse wird sichtbar

Hier geht es nach oben: Mit 600 Zimmern, allesamt mit Hafenblick, stellt das HIP Hotel Hamburg einen neuen Größenrekord unter den Hotels der Hansestadt auf. Die Fassade im Industriedesign kann bunt angestrahlt werden.
Visualisierung: HC Hagemann /beyond

Autonomes Fahren und Drohneneinsatz – Nach HIP one kommt HIP two – Arne Weber stellt HIP Hotel Hamburg vor

Hamburg und Tourismus, dazu ließe sich eine Menge sagen. Aber Hamburg und Technologie? Dazu sagte in der Vergangenheit vor allem Hamburgs scheidender Wirtschaftssenator, Frank Horch, regelmäßig etwas. Er ist einer der Wegbereiter der Hamburger Innovationparks. Einer davon existiert im Grunde seit Jahren in Harburg. Jetzt bekommt das diffuse, weil örtlich nicht konzentrierte Modell ein Gesicht – mit dem sichtbaren Beginn des Großprojektes Hamburg Innovation Port (HIP) im Channel, mit dem jetzt aktuell von HC Hagemann präsentierten Projekt HIP Hotel Hamburg und vor allem mit einer visionären Idee von Birgit Detig, Geschäftsführerin der Hamburg Invest Entwicklungsgesellschaft. Sie schlägt mit Blick auf den ITS-Weltkongress 2021 vor, die Harburger Technologie-Achse als Pilotzone für autonomes Fahren und den Einsatz unbemannter ziviler Flugsysteme, in diesem Fall Drohnen, auszuweisen. Das Pilotprojekt hätte allerdings angesichts der geringen Zeit zunächst konzeptionellen Charakter. Diese drei Themen markieren den endgültigen Wandel Harburgs vom Industrie- zum Innovations- und Zukunftsstandort.

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Rund um die Technische Universität Hamburg (TUHH) existieren zahllose Technologiebetriebe – vom Autozulieferer Daimler über den in die Detig-Idee eingebundenen hit-Technopark und städtische Flächen für Unternehmensansiedlungen bis hin zum Channel Hamburg/Harburger Binnenhafen und zu den neuen Industrieflächen an der Schlachthofstraße. Die Harburger Techno-Achse ist organisch gewachsen und eben nicht Ergebnis einer Technologiepark-Planung am Grünen Tisch.

Die Wachstumsinitiative der TUHH läuft pa­rallel zu dem von HC Hagemann konzipierten HIP, der bereits sichtbare Formen annimmt und in Kürze Raum für weitere, möglichst technologieorientierte Unternehmen bieten wird. Der erste Bauabschnitt wächst zusehends, der zweite wird gerade eingeleitet: Nach HIP one kommt HIP two. Hier kann die Uni wachsen, aber ebenso auch die auf Wissenschaftsunterstützung angewiesene unternehmerische Technologie-Szene. Gerade Herausforderungen wie die Digitalisierung, die Robotik und die allgemeine Automatisierung finden hier ihren wissenschaftlichen Gegenpart.

Mit der Vorstellung des HIP Hotel Hamburg geht der Harburger Unternehmer und Investor Arne Weber, einer der Väter dieser Entwicklung, in Vorleistung und setzt das mit 600 Zimmern größte Hamburger Hotelprojekt in den Binnenhafen. Der bis zu 70 Meter hohe gestaffelte Bau ist für Businessgäste ebenso gedacht wie für Hamburg-Touristen, die nach einem Konzert in der Elbphilharmonie oder nach einem Musicalbesuch günstig, aber komfortabel die Nacht verbringen wollen. So rücken Harburg und die City eng zusammen: Dem Vernehmen nach sieht Webers Konzept den Einsatz einer Schnellfährverbindung Harburg-Landungsbrücken vor.