Das neue Team im Helios Brustzentrum

Fotos: HeliosDoppelspitze im Helios Brustzentrum an der Mariahilf Klinik in Harburg: Dr. Christoph Großmann (40), Ärztlicher Leiter, und Zentrumskoordinatorin Dr. Annika Hohnheiser (32). Fotos: Helios

Hier sind Frauen in guten Händen: Dr. Christoph Großmann und Dr. Annika Hohnheiser arbeiten interdisziplinär.

Brustkrebs ist mit Abstand die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Die gute Nachricht: Bis zu 86 Prozent der Betroffenen können geheilt werden. Beste Voraussetzungen hierfür bietet das zertifizierte Brustzentrum der Helios Maria­hilf Klinik Hamburg, das seit April durch ein neues Team geleitet wird: Dr. Christoph Großmann (40) als Ärztlicher Leiter und 
Dr. Annika Hohnheiser (32) als Zentrums­koordinatorin behandeln von nun an zusammen mit ihrem interdisziplinären Team rund 500 Brustpatientinnen jährlich.
Pflegekräfte, Gynäkologen, Plastische Chirurgen, Strahlentherapeuten, Radiologen und Nuklearmediziner, Psychoonkologen, Pathologen, Sozialarbeiter, Palliativmediziner und Physiotherapeuten sind im Brustzentrum der Helios Mariahilf Klinik alle unter einem Dach vereint. Entscheidend für den Behandlungserfolg ist neben der medizinischen Betreuung auch das seelische Wohlbefinden, darum weiß man im Mariahilf: „Wir werden auch zukünftig den ganzheitlichen und individuellen Ansatz des Zentrums weiterführen und stehen der Komplementärmedizin offen gegenüber“, so das neue Leitungsteam.

Bisher wurde das Zentrum liebevoll durch Angela Bernhardt geleitet und gestaltet. Nun wird es in ihrer Tradition übernommen und weitergeführt. Sowohl Dr. Großmann als auch Dr. Hohnheiser beschäftigen sich schon lange mit der Senologie, der Lehre von der weiblichen Brust. Dr. Großmann ist zudem bereits Senior-Mammaoperateur und Dr. Hohnheiser befindet sich als Mammaoperateurin in der Weiterbildung hierzu. Gleichzeitig sind beide von der DEGUM (Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin) zertifiziert – sie können also über Ultraschall-Untersuchungen insbesondere Brustkrebs in frühen Stadien erkennen und diagnostizieren. Damit sind beide bestens für die Behandlung von Brustpatientinnen ausgebildet.

Paravertebral-Blockade
Unterstützt wird das Ärzte-Duo von der speziell ausgebildeten onkologischen Fachschwester Heidi Schönheit und dem plastischen Chirurgen Dr. Jörg Elsner. „Wir freuen uns jetzt mit diesem erfahrenen Team als einziges Hamburger Brustzentrum südlich der Elbe arbeiten zu können“, betonen die neuen Ärzte. Ein besonderes Merkmal des Zentrums ist neben seinem familiären Team auch der schonende Ansatz in der Therapie. „In Mariahilf werden Brustpatientinnen mit einer Lokalanästhesie, also nicht in Vollnarkose, operiert. Das risiko- und schmerzarme Verfahren nennt sich Paravertebral-Blockade“, erklärt Dr. Großmann. Hiermit wird gezielt der Schmerz im Operationsbereich während und nach dem Eingriff ausgeschaltet, denn die Wirkung hält bis zu 48 Stunden an. Unter sonographischer Kontrolle wird ein lokales Betäubungsmittel direkt in die Nervenbahnen gespritzt, die das Operationsgebiet versorgen. Die Patientinnen sind während der OP daher nur im Dämmerschlaf: Sie erhalten ein leichtes Schlafmittel und hören Musik über Kopfhörer. Von der Operation selbst bekommen sie dennoch nichts mit.

„Das habe ich bis jetzt auch noch nicht erlebt: Die Patientinnen sind nach der OP gleich wieder fit, ansprechbar und erholt. Das ist ein wichtiger Bestandteil, der die Behandlung im Brustzentrum Mariahilf auszeichnet“, sagt Dr. Hohnheiser. Hinzu kommt die enge Zusammenarbeit der therapeutischen Operateure mit dem plastischen Chirurgen Dr. Jörg Elsner – er ist ebenfalls neu am Zentrum und kümmert sich um den Brustaufbau der Patientinnen. Durch ihn wird das weibliche Körpergefühl nach einer brustkrebsbedingten Entfernung der Brust wiedergewonnen. „Damit bieten wir Brustpatientinnen eine umfassende Behandlung – von der Erstdiagnose über die Brust-OP bis hin zur Therapieplanung und im besten Fall dem erfolgreichen Abschluss der Therapie. Stets begleitet durch unsere Psychoonkologin und Kooperationspartner“, fasst Dr. Großmann das Konzept des Brustzentrums zusammen, das er nun mit Dr. Hohnheiser übernimmt. lkk