hochschule 21 bietet Fachvorträge an

Themen für Praktiker: Die hochschule 21 und die Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg laden zu Fachvorträgen ins ISI nach Buchholz.

Alle Veranstaltungen beginnen um 17 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

18.01.2018
Autonome Robotik in sogenannten 
4D-Umgebungen

Prof. Dr.-Ing Thorsten Hermes
Autonome Robotik ist ein wachsender Bereich, der im industriellen Sektor und in privaten Haushalten Einzug hält. Die aktuellen Entwicklungen reichen von selbstfahrenden Autos über Flugdrohnen bis hin zu autonom fahrenden Staubsaugern. Weitere Anwendungen sind denkbar, aber aufgrund der erforderlichen Autonomie auch mit deutlich höheren Anforderungen an die Sicherheit und an die künstliche Intelligenz verknüpft. Um eine Minimierung des Risikos für den Menschen zu gewährleisten, werden mobile Roboter in sogenannten 4D-Umgebungen in extremen Umgebungen eingesetzt. Ein Beispiel eines autonomen Roboters ist der an der hochschule 21 entwickelte Roboter „Marwin“. Dieser misst autonom die radioaktive Strahlung im neuen XFEL Beschleunigertunnel des DESY in Hamburg. Im Fachvortrag wird auf die verschiedenen Stufen der Autonomie eingegangen. Praktische Beispiele geben Hinweise für die Umsetzung von Autonomie in industriellen Anwendungen.

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15.02.2018
CO2 – Einsparung vs. Lebensqualität – Macht 
eine weitere Verschärfung der energetischen 
Gebäudestandards noch Sinn?

Dr. Ingo Hadrych
In diesem Jahr wird die Energieeinsparverordnung (EnEV) 
15 Jahre alt. Sie gilt vielen Politikern als das Instrument der deutschen Energie- und Klimaschutzpolitik. Es stellt sich jedoch die Frage, ob wir mit den regelmäßig verschärften Anforderungen nicht ein Niveau erreicht haben, angesichts dessen man die Frage nach dem Sinn einer weiteren Verschärfung stellen muss. Inwieweit sind stets steigende Dämmschichtstärken über den Herstellungs- und Lebenszyklus der Baustoffe energetisch noch sinnvoll? Außerdem ist zu hinterfragen, ob Räume und Gebäude, die wir errichten, noch die Lebensqualität steigern und wann ein ausgewogenes Verhältnis von Energieeinsparung und Lebensqualität zulasten der Lebensqualität kippt (zum Beispiel kontrollierte Wohnraumbelüftung).
Im Rahmen des Fachvortrags sollen der aktuelle Gebäudestandard erläutert und ausgewählte Themen im Zusammenhang mit der EnEV hinterfragt werden. Die hochschule 21 verfügt über besondere Kompetenz unter anderem zu komplexen Fragestellungen rund um die Wärmedämmung und Dichtigkeit moderner Gebäude.

Das Foto zeigt (von links) Hamburgs Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank, Leuphana-Präsident Sascha Spoun, TUHH-Präsident Garabed Antranikian und die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur,
Gabriele Heinen-Kljaji, bei der Unterzeichnung in Lüneburg.

Jetzt ist es amtlich und besiegelt: Die in Harburg beheimatete Technische Universität Hamburg und die Leuphana Universität Lüneburg haben eine enge Kooperation unterzeichet. Ziel: die Ausbildung des Ingenieurs 4.0. Aus Harburg kommt der technische Sachverstand, aus Lüneburg kommen die Fächer hinzu, die den technologischen Nachwuchs fit für den Arbeitsmarkt von morgen machen sollen. TUHH-Präsident Garabed Antranikian mit Anspielung auf die Größe der Unis: „Hier tun sich zwei schnelle Flitzer zusammen, die gemeinsam noch schneller werden.“ Und: „Wir brauchen neue Ingenieure. Gut in Mathematik reicht nicht mehr aus.“ Ab 2019 soll es zudem einen gemeinsamen Bachelor- Studiengang „Technik & Gesellschaft“ geben.

 

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