Ich bin gern Serviceberater weil . . .

Stefan Benz, Klaus Nieper und Patrick Hansen (v.l.)

Das Autohaus Werner Bröhan in Stade-Wiepenkathen und Jork-Königreich bietet aufgrund seiner Betriebsstruktur, seiner beider Vertragsmarken Volvo und Hyundai und seiner Größe ein interessantes Tätigkeitsfeld für verschiedene Berufe, doch Nachwuchskräfte zu bekommen, ist nicht so einfach. Ein Grund: Viele junge Leute wissen gar nicht, welche Chancen der Berufseinstieg eröffnet und können sich nur schwer vorstellen, dass Menschen über Jahre und Jahrzehnte Freude an ihrer Arbeit haben können. B&P hat deshalb die drei Serviceberater Stefan Benz, Klaus Nieper und Patrick Hansen gefragt, warum sie ihren vielseitigen Beruf gern ausüben und ob sie ihn deshalb auch jungen Nachwuchskräften empfehlen können.

Web: Das Autohaus Bröhan sucht Nachwuchs-Serviceberater. Infos unter https://www.autohaus-broehan.de/

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Stefan Benz (56)
Teamplayer und Spezialist für die Vordiagnostik, bevor das Fahrzeug zur Problemlösung und Reparatur in die Werkstatt geht

„Im Mittelpunkt unserer Tätigkeit stehen der Kunde und das Auto. Beide sind individuell zu behandeln, weil kein Kunde und kein Auto gleich sind. Wenn der Kunde zum Werkstattbesuch hier ist, geht es erstmal ähnlich zu wie beim Arzt. Wir müssen im Gespräch herausfinden, was ihm bei der Durchführung der Inspektion wichtig ist; geht es ihm hauptsächlich darum, dass das Auto sauber und pünktlich fertig ist? Auch wenn das Auto kaputt ist, reicht es nicht, einfach unter die Motorhaube zu schauen. Das Gespräch mit dem Kunden über das Problem ist wichtig – manchmal sitzt das Problem nämlich auch hinter dem Lenkrad. Auch einen geübten Autofahrer stellt die moderne Technik mit der Vielzahl der neuen Unterstützungs-Systeme vor so manche neue Herausforderung. Das ist der Reiz unseres Jobs, wir müssen nicht nur ein Interesse an Autos haben, sondern auch am Menschen. Im Dialog klären sich schon einige Dinge und der Weg zur Kundenzufriedenheit wird geebnet. Was wir Serviceberater nicht so gerne haben, sind Aussagen wie „Google sagt . . .“ oder „Im Forum habe ich gelesen, dass . . .“. Wir sprechen lieber erst mit dem Menschen und nehmen dann die Technik-Portale der Hersteller zu Hilfe. Das gehört übrigens genauso zu meinen Lieblingsaufgaben – die Recherche im Netz, was wo zu welchen Problemen geführt haben könnte. Die schnelle technische Entwicklung ist zwar eine Herausforderung, der ich mich aber gern stelle.“

Klaus Nieper (62)
Schon ein alter Hase im Geschäft, der sich nicht nur gern die Hände beim Schrauben in der Werkstatt schmutzig macht, sondern seinen Beruf auch durch die ständige Entwicklung der Digitalisierung bereichert sieht

„Für diesen Beruf muss man sowohl Interesse am Menschen mitbringen als auch am Auto und an der Technik. Die Autos werden von Jahr zu Jahr technischer und damit komfortabler. Wichtig ist zu verstehen, was sich zum Beispiel hinter dem Allrad-Knopf verbirgt, wie die Technik funktioniert. Wenn sich junge Menschen für diesen Beruf interessieren, sollten sie natürlich eine gewisse Affinität zur Technik mitbringen, aber auch die Muße und das Interesse, sich mit dem auseinanderzusetzen, was dahintersteckt. Was früher der Schraubendreher, die Prüflampe und die Ventileinstelllehre war, ist heute der Computer mit dem Hersteller-Diagnose-Programm zur Fehlersuche, um Problemen hinter der Technik auf den Grund zu gehen. Aber das ist auch der Reiz dieses Berufes: eine interessante Mischung aus den Bereichen Technik, Elektronik und Mechanik. Dazu in einem Betrieb, der aufgrund seiner Größe und Struktur ein breites Einsatzspektrum bietet und die unmittelbare Nähe zum Kunden erlaubt.“

Patrick Hansen (34)
Dem Meister bringt es Spaß, mit Laptop auf dem Schoß bei einer Probefahrt dem Problem auf den Grund zu gehen

„Als Serviceberater erlebt man niemals jeden Tag gleich. Hinzu kommen tolle Produkte – der Volvo und der Hyundai. Beide Marken überzeugen auf ihre Weise. Der Volvo ist „designed around you“. Er ist um den Menschen herumgebaut, und diese Philosophie überzeugt mich. Denn in diesem Job muss man Interesse an beidem haben, am Menschen und am Auto. Der Hyundai ist ein wenig der Wolf im Schafspelz; so spricht er mit seinen sehr sportlichen und Performance-optimierten N-Modellen eine komplett andere Interessengruppe an, ist also auch ein Auto für junge sportliche Fahrer. Neben dem Beschäftigen mit einer immer anspruchsvoller werdenden Technik und modernen Digitalisierungskonzepten rund ums Auto ist auch täglich ein gutes Gespür für die wirtschaftlichen Interessen des Betriebes auf der einen Seite und der Kundenzufriedenheit auf der anderen Seite gefordert. Das macht unseren Job interessant – auch und besonders für junge Menschen.“