Wegbereiter für Veränderungen in Unternehmen

Alexander Höhn bereitet als Coach Veränderungsprozessen den Weg und begleitet Unternehmen auf diesem WegAlexander Höhn bereitet als Coach Veränderungsprozessen den Weg und begleitet Unternehmen auf diesem Weg. Foto: Merlin Photography

Selten ist eine Epoche so sehr bis ins Detail von globalen Veränderungen geprägt worden wie das aktuelle Zeitalter. „Die Globalisierung und ihre Wirkung trifft auch Firmen, die tief und ausschließlich in ihrer Region verwurzelt sind“, sagt Alexander Höhn, der Unternehmen als Coach durch Veränderungsprozesse führt. Und selbst wenn es nicht um weltweite Einflüsse auf das Geschäft geht: Das aktive Gestalten der Zukunft gehört zu den derzeit wichtigsten Themen von firmen-internen Workshops, Tagungen und interaktiven Prozessen.

„Der Lotse geht von Bord“ – das Bild ist nicht nur an der Küste geläufig. Es trifft auch im tiefen Binnenland auf immer mehr Firmen zu. Denn in vielen Unternehmen ist die Zeit des Generationswechsels bereits gekommen oder rückt immer näher. „Es reicht aber nicht, einfach nur das Steuer in jüngere Hände zu geben“, warnt Alexander Höhn, der Firmen überall im deutschsprachigen Raum zwischen Bern und Bremerhaven durch den Veränderungsprozess führt.

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Wechselt die Person an der Spitze, ziehen sich die Veränderungen unweigerlich durch das ganze Unternehmen. Denn natürlich will der Neue manches neu organisieren, andere Abläufe oder vielleicht neue Ziele etablieren. „Das führt nahezu unweigerlich zu einem Spannungsbogen in der Firma“, weiß Höhn aus Erfahrung. Denn die Neuerungen treffen sowohl in der Belegschaft als auch bei den Geschäftspartnern auf tradierte Haltungen, Gewohnheiten und Überzeugungen: „Das sitzt tief in uns drin. Und dazu müssen wir eine Brücke schlagen“, definiert Höhn eine zentrale Aufgabe des notwendigen Kommunikationsprozesses, der die Veränderung begleiten muss.

Einzelne sind oft überfordert

​Eine Brücke gilt es auch zwischen unterschiedlichen Gruppen in einem Unternehmen zu schlagen. „Die Komplexität des Wandels ist zumeist so groß, dass Einzelne überfordert sind“, betont der Coach: „Andererseits gibt es immer Einzelne, die eine Vision und den Mut haben, die Zukunft zu denken.“

Weil keine Firma eine isolierte Insel ist, kommen jede Menge Einflussfaktoren aus dem Umfeld hinzu. Das besteht zumeist nicht nur aus den unmittelbar am Geschäftsgeschehen beteiligten Personen wie Kunden oder Geschäftspartnern – beispielsweise können Politik und Gesellschaft am Firmensitz gehörigen, wenn auch häufig nicht bewusst erkannten Einfluss auf die geschäftliche Entwicklung haben. „Spätestens dann ist der Zeitpunkt gekommen, den Veränderungsprozess von einem Coach begleiten zu lassen“, ist Alexander Höhn überzeugt.

Während in Konzernen Veränderungen personeller Natur oder strategische Neuausrichtungen fast zum Alltag gehören, können sie in kleineren und mittleren Unternehmen schnell für alle Beteiligten zu einer einschneidenden, weil ungewohnten und ungeübten Erfahrung werden. Wer jetzt als neuer Lotse auf der Brücke das Ruder zu schnell umlegt, riskiert es, die Akzeptanz und den Respekt derjenigen zu verlieren, die er mit auf den neuen Kurs nehmen will und muss. „Veränderungen dürfen nicht abstrakt sein“, rät Alexander Höhn, „und jeder, der etwas verändern will, sollte den Prozess bei sich selbst beginnen lassen.“

Akzeptanz ist Voraussetzung

​Die Akzeptanz der handelnden Personen und der gewählten Schritte ist für den erfahrenen Coach eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg jeder Veränderung. „In der Akzeptanz besteht die Chance, über die eigentlichen Themen zu reden“, ist Höhn überzeugt. Veränderungen beschränken sich schließlich nicht auf die Definition neuer Leitlinien und Ziele, sondern betreffen viele Details rund um die Arbeitsplätze, Abläufe und die im Betrieb handelnden Personen. Die Herausforderung bei vordergründig unternehmensinternen Veränderungen sieht Alexander Höhn auch darin, dass solche Entwicklungen von anderen Prozessen überlagert werden. Themen wie die Globalisierung oder die wirtschaftspolitischen Veränderungen, die aus den USA kommen, erfordern neue Reaktionsformen. „Wir greifen aus Gewohnheit aber zu den alten Strategien“, beschreibt Höhn ein klassisches unternehmerisches Reaktionsmodell: „Nur, diese Strategien funktionieren nicht mehr.“

Das klingt pessimistisch, ist es aber nicht. Denn inzwischen wächst auch in den Unternehmen eine neue Generation von Mitarbeitern heran, die „anders tickt“. „Das Verhalten junger Leute hat sich total verändert“, hat Alexander Höhn aus seiner inzwischen 25-jährigen Erfahrung als Coach erkannt: „Die Bereitschaft zu Veränderungen ist größer geworden.“ (heu)