Jetzt tun wir uns zusammen!

Foto: Wolfgang BeckerSie stehen für das neue Wirtschaftsforum Stade: Thomas Falk (von links), Marco Dibbern, Martin Bockler und als Ansprechpartnerin Julia Senszewski. Foto: Wolfgang Becker

Wirtschaftsförderer, IHK und Arbeitgeberverband machen gemeinsame Sache und starten mit dem Wirtschaftsforum Stade neu durch

Die Turmsilhouetten der Kirchen St. Cosmae-Nikolai und Wilhadi schmücken ganz bewusst das Logo des neuen Wirtschaftsforums Stade. Warum, erklärt Marco Dibbern von der städtischen Wirtschaftsförderung mit einem leichten Augenzwinkern: „Die Silhouette ist ein bereits bekanntes Logo der Stadt, aber für uns steht es auch für ein Ende des Kirchturm-Denkens.“ Gemeint sind die Wirtschaftsförderung, die Industrie- und Handelskammer (IKK) Stade für den Elbe-Weser-Raum und der Arbeitgeberverband Stade Elbe-Weser-Dreieck. Diese drei Institutionen bündeln ihre Vortragsaktivitäten ab sofort unter dem gemeinsamen Dach „Wirtschaftsforum Stade“.

Bislang haben alle drei Institutionen ihre Klientel mehr oder weniger regelmäßig zu Vortragsveranstaltungen und Events eingeladen. Der Arbeitgeberverband lud zum Unternehmerstammtisch. Die IHK zur Tischrunde der Stader Wirtschaft und die Wirtschaftsförderung zu unterschiedlichen Vortragsreihen wie zum Beispiel dem chemcoastpark Dialog. Dibbern: „Da kamen dann immer so 30 bis 50 Gäste.“ Thomas Falk, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes, Martin Bockler, IHK-Leitung Standortpolitik, und Dibbern machten zunächst eine Bestandsaufnahme, dann beschlossen sie: Wir tun uns zusammen.

Ziel der neuen Zusammenarbeit ist es zum einen, die Stader Wirtschaft nach außen moderner zu präsentieren, aber auch, ein gemeinschaftlich abgestimmtes Programm zu gestalten, dass allen nützt – und, wenn es gut ankommt, für höhere Besucherzahlen sorgt. Aus wirtschaftlicher Sicht handelt es sich um eine Konsolidierung der Ressourcen, denn eines haben die drei Akteure schnell festgestellt: Sich gegenseitig zu kannibalisieren, macht keinen Sinn. Das Wirtschaftsforum als gemeinsames Sprachrohr war deshalb nur eine logische Konsequenz. Zielgruppe sind die aktiv im Landkreis Stade tätigen Unternehmen.

Das Programm bis Ende 2015 ist bereits weitgehend perfekt. Vorgestellt wurde es kürzlich beim Stader Wirtschaftstag. So wird es einen Themenabend Fachkräfte geben, verbunden mit einem Besuch bei dem Stader Chemieunternehmen AOS. Themen wie das TTIP-Abkommen und die Breitbandversorgung sind ebenfalls geplant wie die Themen Standortfaktoren, Gesundheitswirtschaft und Neue Medien, wie Thomas Falk sagt. „Auch der diskutierte Ausbau der S-Bahn passt da gut ins Konzept.“ Immer steht auch die Gelegenheit zum Kontakte knüpfen im Mittelpunkt, denn es geht darum, Wirtschaft ins Gespräch zu bringen. Martin Bockler: „Unter dem Strich werden wir sogar mehr bieten als bisher. Und wir werden keinen Besucher ausschließen. Wer dabei sein möchte, ist willkommen.“ Kurz: Die Wirtschaft möchte nicht unter sich bleiben. wb

Wer Fragen hat: Julia Senszewski, Mitarbeiterin der IHK, ist Ansprechpartnerin. Mail: wirtschaftsforum@stade.ihk.de, Telefon 0 41 41/524 219