Dr. Rolf Strittmatter mit Hamburg Invest auf Rekordkurs

Unter seiner Führung ist die einstige Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung in den vergangenen Jahren komplett umgekrempelt und neu aufgestellt worden: Dr. Rolf Strittmatter || Foto: Wolfgang Becker

Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung ist komplett neu aufgestellt worden.

Das Ergebnis: 11.530 abgesicherte oder neue Arbeitsplätze, rund 1100 betreute Unternehmen und ein Investment von rund 656 Millionen Euro, das sind die Kennzahlen von Hamburg Invest für das Jahr 2019. Dies stellt das beste Ergebnis seit der Unternehmensgründung dar. Strittmatter:

„Hamburg Invest ist heute eine Investitionsagentur. Wir verfügen über eigene Flächen, die wir in die Vermarktung bringen, und können viel schneller und effektiver handeln, wenn Firmen expandieren oder sich neu in Hamburg ansiedeln wollen.“

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Im Mittelpunkt des Engagements standen dabei Unternehmen mit dem Schwerpunkt wissens- und technologieorientierter Wertschöpfung. Außerdem waren Unternehmensansiedlungen im Umfeld des Brexits ein weiteres wichtiges Thema. Die meisten von Hamburg Invest betreuten Unternehmen kamen aus dem innovativen Mittelstand oder waren Startups. Strittmatter stellte das Rekordergebnis im Beisein von Wirtschaftssenator Michael Westhagemann im Hamburg Innovation Port (Harburg) vor:

„2019 konnten wir mehr als 43 Hektar Gewerbeflächen vermitteln. 25,9 kamen von der Stadt und 17,3 von Privat. Für städtische Gewerbe- und Industrieflächen sind wir seit einem Jahr von der Flächenentwicklung über die Kundenansprache bis hin zum Kaufvertrag der zentrale Ansprechpartner für nachfragende Unternehmen. Dadurch ist die Flächensuche für Betriebe in Hamburg viel einfacher geworden.“

Hamburg Invest bezeichnet sich auch als One-Stop-Agency.

Durch die Begleitung von Unternehmen konnte Hamburg Invest 2019 eine Gesamtinvestition in Höhe von 656 Millionen Euro auf Hamburger Gebiet auslösen. Im Vorjahr waren es 454 Millionen Euro gewesen – eine Steigerung von 44 Prozent. 77 Neuansiedlungen wurden begleitet und umgesetzt. Für 2020 hat die Bundesregierung ihre Konjunkturprognose deutlich gesenkt. Grund ist vor allem der schwächere Welthandel. Erwartet wird jetzt ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,0 Prozent. In Hamburg wird sich die Wirtschaft jedoch voraussichtlich über dem Bundesdurchschnitt entwickeln, so die Einschätzung der Wirtschaftsbehörde, der Hamburg Invest angegliedert ist.

Rolf Strittmatter:

„Kreativität, Mut zur Veränderung und Innovationen zeichnen den Standort Hamburg aus. Mit den Themen Future Mobility, künstlicher Intelligenz und Wasserstoff setzt Hamburg, neben seinen gewachsenen Stärken, auf zukunftsweisende Themen. Das wird Hamburg Invest intensiv mitgestalten. Ein inhaltlicher Schwerpunkt wird dabei die Unterstützung der norddeutschen Wasserstoffinitiative sein. Es gibt hier bereits erste Gespräche mit Unternehmen dieser Branche bezüglich einer Ansiedlung in Hamburg. Der weitere Ausbau der Services für Fachkräfte & Talente sowie für Startups sind 2020 weitere Zukunftsthemen für Hamburg Invest.“

Was ihn besonders freut: „Wir müssen in Hamburg keine Förderungen anbieten, damit die Unternehmen herkommen. Der Standort ist hochattraktiv und zieht. Hamburg und München – das sind heute die beiden Metropolen mit der höchsten Dynamik und der größten Anziehungskraft.“

Was sich hinter dem Begriff „Innovation City Harburg“ verbirgt, welche Rolle der Hamburger Süden im Kontext der definierten Innovationsstandorte à la ScienceCity, HammerBrooklyn & Co spielen wird, wie sich der Hamburg Innovation Port weiterentwickelt und was unter dem Arbeitstitel „Greater Hamburg“ beispielsweise im Zusammenhang mit der Norddeutschen Wasserstoffinitiative zu verstehen ist, lesen Sie ausführlich am 3. April in der nächsten Ausgabe von Business & People – Das Wirtschaftsmagazin aus der Metropolregion Hamburg.