Ein Weltreisender in Sachen Musik

Foto Jean Baptist MillotDie Sparkasse Harburg-Buxtehude präsentiert den Mandolinenvirtuosen Avi Avital im Rahmen der Niedersächsischen Musiktage am Sonntag, 23. September im Speicher am Kaufhauskanal in Harburg. || Foto: Jean Baptist Millot

Mandolinenvirtuosen Avi Avital im Speicher am Kaufhauskanal in Harburg.

Stargast der Niedersächsischen Musiktage in diesem Jahr ist der Mandolinenvirtuose Avi Avital. Der Israeli kommt am Sonntag 23. September 2018 nach Harburg. Das von vielen Harburgern aus Stadt und Land mit Spannung erwartete Konzert im Speicher am Kaufhauskanal in der Blohmstraße 22 in Harburg beginnt um 17:00 Uhr und wird abermals von der Sparkasse Harburg-Buxtehude präsentiert – wie schon seit einigen Jahren in Zusammenarbeit mit den Sparkassen in Niedersachsen und mit NDR Kultur, NDR 1 Niedersachsen und Hallo Niedersachsen als Medienpartner. Andreas Sommer, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Harburg-Buxtehude, freut sich ebenso wie viele Freunde klassischer Musik auf das  Konzert in Harburg:

„Diese Chance sollte man sich nicht entgehen lassen.“

Im vergangenen Jahr war das erste Konzert in der historischen Stätte in Harburg mit Daniel Behle bereits ein voller Erfolg.

Der Mandolinenvirtuose Avi Avital ist ein Weltreisender in Sachen Musik. Und immer hat er sein geliebtes Instrument dabei – eine Mandoline aus der Werkstatt des israelischen Instrumentenbauers Arik Kermann. Bei den Niedersächsischen Musiktagen knüpft Avi Avital beziehungsreiche Fäden zwischen seiner eigenen Musikerlaufbahn und der Musikgeschichte: Werke aus drei Jahrhunderten, unbekannte Schätze und Auftragswerke führt Avi Avital in seinem spannenden Programm auf.

So erklingt auch im Speicher am Kaufhauskanal die älteste Originalkomposition für Mandoline, die Partita für Mandoline solo, die der italienische Komponist Filippo Sauli Ende des 17. Jahrhunderts komponierte – und es wird das wohl jüngste Stück für das Instrument zu hören sein, das Avi Avital 2016 selbst in Auftrag gab: Die junge amerikanische Komponistin Molly Joyce (geboren 1992) schrieb für ihn „Replay für Mandoline solo und delay pedal“.

Johann Sebastian Bach ist Avitals musikalisches Zuhause, obwohl Bach bekanntlich nie etwas für Mandoline solo schrieb. Aber alle Werke für Violine solo hat Avital auf der Mandoline studiert, und so bilden die Werke ein Zentrum für ihn – auch in seinem Programm bei den Niedersächsischen Musiktagen.

Vom japanischen Komponisten Yasuo Kuwahara (1946 – 2003) erklingt „Improvised Poem“. Das der vielseitige Avital auch selbst für sein wunderbares Instrument komponiert, verwundert nicht. Dennoch sind die Gelegenheiten selten, den Virtuosen mit eigenen Stücken zu hören. Bei den Niedersächsischen Musiktagen jedoch gelingt es:„Kedma für ungestimmte Mandoline“ komponierte Avital als Zeichen der Freundschaft mit einem Amateurensemble in Wuppertal. Mit seinem 2015 erschienenen Album „Vivaldi“ gewann Avi Avital einen ECHO Klassik, im vergangenen Jahr erschien seine jüngste Produktion „Avital meets Avital“. Außerdem ist er der erste Mandolinen-Solist, der für einen Grammy nominiert wurde.

„Beziehungen“: ein Thema, das bei den Niedersächsischen Musiktagen vom 1. bis 30. September sinnlich erfahrbar macht, wie stark Menschen und Orte mit Musik in Beziehung stehen. Intendantin Katrin Zagrosek hat ein Programm zusammengestellt, das vier Wochen lang in vielfältiger Weise hörbar Beziehungen knüpft: zwischen Mitgliedern aus Musikerfamilien, zwischen Orten und Musik sowie zwischen Künstlern, die sich persönlich und durch ihre Werke gegenseitig inspirieren.

Eintrittspreise: 20 bis 25 Euro. Die Karten gibt es unter 0800/456 65 40 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz) oder unter www.musiktage.de sowie in der Hamburger Konzertkasse Gerdes.