Geschwindigkeit zur Senkung der Netzentgelte gefordert.

Ein Statement von Alexander Anders, Geschäftsführer der IHK Nord.

„Heute hat die Bundesnetzagentur Eckpunkte zur gerechteren Verteilung von Netzkosten für den Ausbau der Erneuerbaren vorgestellt. Wir begrüßen ausdrücklich das genannte Ziel, eine spürbare Entlastung der Regionen zu erreichen, die am stärksten in grüne Energien investieren. In Norddeutschland sind die Netzentgelte – als Bestandteil der Stromkosten – in weiten Teilen erheblich höher als in anderen Regionen Deutschlands. Dies ist gerade für die Wirtschaft im Norden nicht länger hinnehmbar. Die Gemeinschaftsaufgabe Energiewende muss dringend durch eine bundesweite Wälzung der Mehrkosten fairer ausgestaltet werden. Es ist nicht akzeptabel, dass der Norden als Vorreiter in den Erneuerbaren Energien finanziell benachteiligt wird. Das nun vorgestellte Konzept enthält grundsätzlich richtige Ansätze. Jedoch kommt der geplante Zeithorizont viel zu spät für die norddeutsche Wirtschaft. Diese benötigt die in Aussicht gestellten Entlastungen so schnell wie möglich, nicht erst wie von der Bundesnetzagentur angekündigt im Januar 2025. Erste energieintensive Industrieunternehmen aus der Region verlagern bereits geplante Investitionen. Diese Entwicklung muss dringend gestoppt werden. Daher werden wir uns mit einer Stellungnahme an der Konsultation zur EE-Kostenwälzung einbringen.“


Weiterführende Informationen zum Eckpunktepapier und zur Möglichkeit der Konsultation gibt es hier: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Aktuelles_enwg/VerteilungNetzkosten/start.html

Anzeige