Wilhelmsburger Reichsstraße: Mehr Geld für Umverlegung

Der Bund stellt für kombiniertes Straße-Schiene-Projekt mehr Geld zur Verfügung.

Der Bund stellt für das kombinierte Straße-Schiene-Projekt „Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße“ mehr Geld zur Verfügung. Die gesamte Investitionssumme beträgt nun rund 295 Millionen Euro (zuvor 235 Millionen Euro). Im Zuge der Verlegung der B75 erfolgen umfangreiche Anpassungen an Gleisanlagen. Außerdem erhalten Straße und Schiene einen umfassenderen Lärmschutz.

Die Wilhelmsburger Reichsstraße wird auf einer Länge von rund 4,6 Kilometern auf der Westseite der heutigen Bahntrasse neu gebaut, damit zwei große Verkehrswege, die den Stadtteil durchschneiden, auf einer Trasse gebündelt werden können. Mit der Realisierung ist die DEGES beauftragt. Sie plant und baut als Projektmanagementgesellschaft Bundesfernstraßen für ihre Gesellschafter, den Bund und zwölf Bundesländer. Im Auftrag des Bundes und der Freien und Hansestadt Hamburg realisiert die DEGES u.a. den Neubau der B 75 Wilhelmsburger Reichsstraße.

„Die Erhöhung der Mittel ist eine gute Nachricht für die Mobilität in Hamburg. Damit wird der Bund seiner Verantwortung für eine verträgliche Abwicklung des Verkehrs auf Straße und Schiene unter schwierigen Randbedingungen gerecht“,

begrüßt Staatsrat Andreas Rieckhof das zusätzliche Engagement des Bundes. Die nun zur Verfügung gestellten Bundesmittel werden unter anderem für den Um- und Neubau der Gleisanlagen, die Modernisierung der Leit- und Sicherheitstechnik sowie für die Lärmschutzwände im Straßen- und Bahnbereich verwendet. Ein weiterer Teil wird für eine zusätzliche Verbesserung der Lärmschutzmaßnahmen eingesetzt: In einem zentralen Streckenabschnitt wird auf einer Länge von 2200 Metern offenporiger Asphalt (OPA) zur Lärmminderung eingebaut.

Derzeit sind die Bauarbeiten zur Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße in vollem Gang. Deutlich sichtbar ist ein Sanddamm, der Setzungen des schwierigen Baugrunds erzeugen soll, die derzeit genau überwacht werden. Auch das schlägt sich in den Kosten nieder und beugt späteren Beeinträchtigungen des Straßenkörpers vor. Ab Ende 2019 sollen auf der dann fertigen neuen Straße direkt neben der vorhandenen Bahntrasse die Autos rollen. Die Bündelung der beiden Trassen wird Wilhelmsburg leiser machen und eine weitere Stadtentwicklung ermöglichen.

Ausführliche Informationen und Neuigkeiten zur Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße: http://www.hamburg.de/wbr