Dieses Haus schafft Verbindung: Aurelius-Immobilie bringt Menschen zusammen

Foto: Wolfgang BeckerDirk Hoÿer und Annika Kruse in der eingerichteten Küche der Musterwohnung am Schellerdamm in Harburg: Hier haben Homestaging-Experten exemplarisch gezeigt, was geht. Foto: Wolfgang Becker

Schellerdamm in Harburg: Flüchtling trifft Ingenieur – Student trifft Steuerberater – Nur noch 20 Wohnungen frei.

Das Haus braucht einen neuen Namen – da ist sich auch Dirk Hoÿer mittlerweile sicher. Der Geschäftsführer der Rosenhof Grundstücksverwaltung GmbH hat Ende vorigen Jahres die Vermarktung und Verwaltung der Aurelius-Immobile „Studentisches Wohnen“ am Schellerdamm im Harburger Binnenhafen übernommen. Das ursprünglich mal als Studentenwohnheim geplante, dann aber für alle Mietinteressenten geöffnete Gebäude mit gut 60 Wohnen, langen Laubengängen, Eisspeicherheizung und diversen Terrassen auf verschiedenen Ebenen markiert eine neue Form des Wohnens, die sich durch eines auszeichnet: Hier werden Menschen zusammengebracht.

Einzelzimmer für Studenten

Hoÿer: „Nach der Fertigstellung zeichnete sich ab, dass die Grundidee ‚Wohnraum für Wohngemeinschaften‘ nicht so recht aufging. Der Grund: Die Studenten hätten sich vorher zu Vierer-Gruppen zusammenfinden müssen, was schwierig war, da sie sich gar nicht kannten. Wir haben deshalb reagiert und vermieten jetzt mit großem Erfolg Einzelzimmer an Studenten.“ Das heißt: Die WG entsteht quasi zufällig. Im Ergebnis ist am Schellerdamm mittlerweile eine interessante und vor allem internationale Gemeinschaft entstanden – ein globales Wohn-Biotop.


Mittlerweile sind ein Dutzend 100-Quadratmeter-Wohnungen mit jeweils vier Zimmern auf diese Weise vermietet worden. Hoÿer: „Wir haben hier in Zusammenarbeit mit der TU Harburg junge Studenten aus Mexiko, Indien, China, den USA, Spanien und so weiter. Das finden wir total spannend.“ 20 Wohnungen dieser Größe gibt es. Eine wird mittlerweile von einer syrischen Flüchtlingsfamilie bewohnt. Wie Hoÿer weiter sagt, haben sich in dem Haus zudem Steuerberater, Lehrer und Ingenieure niedergelassen. Und: „Mittlerweile kommen Familien zu uns und sind interessiert. Hier gibt es einfach alles“, sagt der Rosenhof-Geschäftsführer.

Kontakt hat er auch mit einem Sozialträger, denn einige Wohnungen sind barrierefrei gebaut und damit für Menschen mit Behinderungen geeignet. Zwei weitere Wohnungen sind von Unternehmen angemietet worden, die dort Mitarbeiter einquartieren. Alles Entwicklungen, die die „Hier gibt es alles“-Aussage untermauern. Kurz: Eine derart vielfältige Nutzung ist bemerkenswert, belebend und zeugt von Kreativität. Zwei Drittel der Wohnungen sind infolgedessen belegt.

Eher zögerlich verlief bislang die Nachfrage nach den Gewerbeflächen im Erdgeschoss. Dort hat Aurelius etwa 1400 Quadratmeter für Geschäfte oder anderweitige gewerbliche Nutzungen vorgesehen. Hoÿer: „Auch hier ist Bewegung. Es ist ja nicht so, dass wir keine Interessenten gehabt hätten. Aber jede Nutzung muss noch einmal separat genehmigt werden. Das macht es manchmal etwas kompliziert. Für den Bereich an der Ecke Schellerdamm/Veritaskai haben wir mittlerweile einen Gastronomen mit einem modernen Burger-Konzept auf gehobenem Niveau. Ein Kiosk wird eröffnen. Und ein Makler wird am Schellerdamm ein Ladenbüro einrichten. Bleibt noch eine ausreichend große Fläche für einen Lebensmittler – gerne ein spezialisiertes Konzept wie beispielsweise ein Bio-Laden.“ Hoÿer ist sicher: „In zwei, drei Jahren werden die Leute hier nach Flächen fragen – und dann sind die vermietet.“ Fehlt nur noch ein passender Name, der die multifunktionale und interkulturelle Nutzung zusammenfasst . . . wb

Kontakt: Wer sich für eine Wohnung interessiert, kann unter
0 40/40 1938-0 Kontakt mit der Rosenhof Grundstücksverwaltung aufnehmen. Eine volleingerichtete Musterwohnung ist vorhanden. Betreut wird das Objekt Schellerdamm von Annika Kruse. Mail: kontakt@rosenhof-gmbh.de